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22.06.2017

Sinnessuche, Eulenerlebnis und Wildniswanderungen


Bad Wildungen. Der Nationalpark Kellerwald-Edersee hat auch in der kommenden Woche von Donnerstag, 29. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, wieder tolle Veranstaltungen im Angebot: Besucher können sichtbare und verborgene Kräfte des Urwalds erleben und dabei ihre Sinne wiederentdecken, die Welt der Eulen im NationalparkZentrum Kellerwald erkunden und mit einem Ranger den Nationalpark erwandern.

Sichtbare und verborgene Kraft im Urwald – Sinne (wieder-)entdecken
Edertal-Bringhausen. Sinne (wieder-)entdecken: Unter diesem Motto steht eine dreistündige Wanderung in das Reich der urigen Buchen. Nationalpark-Führerin Ulrika Zeunert lädt am Donnerstag, 29. Juni, dazu ein, mit den Sinnen die sichtbare und verborgene Kraft des Urwalds zu erkunden – zu riechen, zu spüren und zu fühlen. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Kirchweg in Bringhausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Edertal-Bringhausen, Mitte aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Während der Wanderung werden die Teilnehmer auf der Bloßenberg-Route gemeinsam mit der zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin verschiedenes Sinne (wieder-) entdecken, ihre Empfindungen schärfen und nach sichtbaren und unsichtbaren Kraftquellen forschen. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee gibt es Hunderte von reinsten Quellen, sprudelnden Bächen und kleineren Wasserläufen. Der kilometerlange Edersee grenzt im Norden an das Großschutzgebiet. So liegt es nahe, dass Nationalpark-Führerin Ulrika Zeunert neben Bäumen auch dem Wasser die entsprechende Aufmerksamkeit widmet. Sie wird mit den Teilnehmern auch Quellaustritte auf- und Wasserläufen nachspüren. Die Teilnahme an dieser Wanderung ist kostenfrei und es ist keine Anmeldung erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke. Die Strecke verläuft teilweise über Stock und Stein, eine mittlere Kondition der Wanderer für kurze An- und Abstiege ist hilfreich.

SchauSchlau
Vöhl-Herzhausen. Eine Veranstaltung für die ganze Familie: Mit SchauSchlau findet am Samstag, 1. Juli, ab 10:30 Uhr eine Führung durch die multimediale Erlebnisausstellung des NationalparkZentrums Kellerwald (Weg zur Wildnis 1, 34516 Vöhl-Herzhausen) statt. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen Nationalpark-Zentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Der Besuch des 4D-SinneKinos ist einer der Höhepunkte der einstündigen Entdeckungsreise. Darüber hinaus gibt es noch die Chance, die Sonderausstellung „Eulen“ zu erforschen, die besonders für Familien geeignet ist. Im Anschluss können sich die Besucher im hauseigenen Restaurant und Nationalpark-Partner GastRaum verwöhnen lassen, im hochwertigen NationalparkShop stöbern und Kinder sich auf dem angrenzenden WildnisErlebnisgelände austoben. Es ist keine Anmeldungen erforderlich.  Für die Führung ist lediglich der Ausstellungseintritt zu entrichten. Die Erlebnisausstellung der Nationalparkeinrichtung ist für Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern frei zugänglich.

Rangerwanderung in den Nationalpark
Vöhl-Herzhausen. Am Samstag, 1. Juli, lädt Nationalpark-Ranger Markus Daume zu einer dreieinhalbstündigen Wanderung auf dem Urwaldsteig Edersee mit vielen spannenden Informationen zum Nationalpark und Weltnaturerbe ein. Treffpunkt zur kostenfreien Führung durch das Reich der urigen Buchen ist um 13:00 Uhr am NationalparkZentrum Kellerwald (Weg zur Wildnis 1) in Vöhl-Herzhausen.  Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen am Bahnhof Herzhausen oder an der Haltestelle Vöhl-Herzhausen NationalparkZentrum aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Buchenwälder erscheinen Einwohnern Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Im Sommer 2011 wurden fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland als UNESCO-Weltnaturerbe geadelt – auch Teilbereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Diese ausgewählten Buchenwälder bilden gemeinsam mit sechs Gebieten in der Ukraine und vier in der Slowakei das transnationale UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Was ist das Besondere an diesen Buchenwäldern, so dass die ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Was unterscheidet den Kellerwald von den Wäldern der anderen Welterbegebiete? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen können die Teilnehmer gemeinsam mit Ranger Markus Daume während der Wanderung lösen. Eine Anmeldung zur Führung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke.


Mit dem Ranger in den Nationalpark
Frankenau-Altenlotheim. Mit Nationalpark-Ranger Torsten Daume geht es am Sonntag, 2. Juli, auf eine Wanderung auf den Bösenberg. Treffpunkt zu der dreistündigen Tour ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Koppe in Altenlotheim. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Frankenau-Altenlotheim aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Eine Anmeldung zur kostenfreien Führung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke.
Die Route führt die Teilnehmer um ein eingeschnittenes Bachtälchen mit teils steilen und felsigen Hängen, an denen hier und da urige Wälder wachsen. Am Bösenberg öffnet sich unvermittelt der Wald und gestattet den Wanderern einen Blick über das Waldmeer des Nationalparks Kellerwald-Edersee zum Himbeerkopf.
Die Route streift auch den kulturhistorisch bedeutsamen Fahrentriesch mit seinen Heiden und Magerrasen. Der Fahrentriesch entstand im 12. Jahrhundert. Die Altenlotheimer nutzten die Lücke im dichten Kellerwald, um dort ihre Schaf- und Rinderherden weiden zu lassen. Diese kulturhistorische Hutelandschaft soll für Nationalparkbesucher erlebbar bleiben. Daher ziehen heute wieder Schafe über den Triesch und helfen dabei, seltene Lebensräume und ihre spezifischen und teilweise stark gefährdeten Arten zu erhalten.



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