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31.08.2015

Wo die Hirsche röhren

– Führungen zu den Brunftplätzen

Bad Wildungen. Ab Mitte September heißt es Ohren gespitzt. Passend zur Paarungszeit des Rotwilds, der sogenannten Brunft, bietet die Nationalparkverwaltung Kellerwald-Edersee unter dem Motto „Wo die Hirsche röhren“ verschiedene geführte Touren zu den Brunftplätzen im Schutzgebiet an. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei.

Rotwild zur Hochzeit im Wald. Die Touren zu den Brunftplätzen der Rothirsche bieten den Teilnehmern beeindruckende Naturerlebnisse im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Rotwild auf WieseRotwild zur Hochzeit im Wald. Die Touren zu den Brunftplätzen der Rothirsche bieten den Teilnehmern beeindruckende Naturerlebnisse im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Frankenau. Am Samstag, den 19. September, lädt Ranger Tom Kull zu einer fünfeinhalbstündigen Fahrradtour zu den Brunftplätzen der Rothirsche ein. Mitzubringen sind Fahrräder- und Helme, Rucksackverpflegung sowie Erfrischungsgetränke. Es besteht Helmpflicht. Das Mindestalter für die ca. 15 km lange Tour beträgt 16 Jahre. Treffpunkt ist um 5:00 Uhr der Nationalparkeingang Euler bei Frankenau. An einer idyllisch gelegenen Hütte wird gemeinsam gefrühstückt. Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt. Um Anmeldung wird bis zum Donnerstag, den 17. September, bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 05621-75249-0 oder per Email unter info@nationalpark-kellerwald-edersee.de Uhr gebeten.

Edertal-Bringhausen. Am Montag, den 21. September, lädt Ranger Torsten Daume zu einer dreieinhalbstündigen Wanderung ein. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr der Nationalparkeingang Kirchweg in Bringhausen. Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt. Um Anmeldung wird bis zum Freitag, den 18. September, bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer 05621-75249-0 oder per Email unter info@nationalpark-kellerwald-edersee.de gebeten.

Frankenau. Am Dienstag, den  22. September, am Donnerstag, den 24. September sowie am Freitag, den 25. September laden die Ranger Alexander Backhaus, Torsten Daume und Uwe Schäfer zu dreistündigen Wandertouren ein. Treffpunkt ist jeweils um 18:00 Uhr der Nationalparkeingang Euler bei Frankenau. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Mitzubringen sind festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung, Fernglas, Sitzkissen sowie eine Taschenlampe für den nächtlichen Rückweg zum Ausgangspunkt. Die Teilnehmerzahlen sind begrenzt. Um Anmeldung wird unter der Telefonnummer 05621-75249-0 oder per Email unter  info@nationalpark-kellerwald-edersee.de bis 12:00 Uhr gebeten. Anmeldefristen sind am Freitag, 18. September, danach zwei Tage vor der gewählten Veranstaltung.


Rotwild zur Hochzeit im Wald. Die Touren zu den Brunftplätzen der Rothirsche bieten den Teilnehmern beeindruckende Naturerlebnisse im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: HirschRotwild zur Hochzeit im Wald. Die Touren zu den Brunftplätzen der Rothirsche bieten den Teilnehmern beeindruckende Naturerlebnisse im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Hintergrund:
Der Rothirsch ist unbestrittene Leitart der nordhessischen Waldlandschaft. Er ist das größte freilebende Wildtier heimischer Wälder. Entsprechend hoch ist auch seine Bedeutung für den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Noch vor 150 Jahren besiedelte das Rotwild beinahe ganz Deutschland und zog auf seinen alljährlichen Wanderungen von den Sommer- in die Winterquartiere und umgekehrt durch die Wälder und Fluren. Heute unterbinden Verkehrswege und Siedlungen weitgehend seinen Wandertrieb. Die Rothirschvorkommen sind auf isolierte Inselpopulationen geschrumpft, die per Rechtsverordnung ausgewiesen sind. Unter Einfluss des Menschen hat sich das ursprünglich tagaktive Steppentier in die Wälder zurückgezogen und ist dämmerungs- und nachtaktiv geworden.
Während die Weibchen als Familienrudel leben, ziehen ältere Hirsche als Einzelgänger durch den Kellerwald. Ende August bis Anfang September lockt es die Hirsche auf die Brunftplätze – größere Lichtungen – um die Weibchen eines Rudels für sich zu beanspruchen. Ihr lautes Röhren schallt dann durch den Nationalpark.



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