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17.06.2015

Verborgene Schätze im Nationalpark

– von wilden Rittersleut zum UNESCO-Weltnaturerbe

Bad Wildungen/ Edertal-Bringhausen. Am Samstag, den 27. Juni, lädt Nationalpark-Führerin Iris Dorn-Fehr zu einer besonderen Entdeckungsreise durch den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Die dreistündige Wanderung steht ganz im Zeichen verborgener Schätze. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Wanderparkplatz Kirchweg bei Edertal-Bringhausen. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Die Tour ist nicht für Rollstuhlfahrer oder für Familien mit Kinderwagen geeignet. Wanderer denken bitte an festes Schuhwerk, Erfrischungsgetränke sowie an Rucksackverpflegung.

Die Pfingstnelke ist ein Juwel im Fels. Sie bildet im Nationalpark Kellerwald-Edersee das größte hessische Vorkommen an der nördlichsten Grenze ihres Verbreitungsgebietes.  Bildautor: Iris Dorn-Fehr Abbildungsbeschreibung: Pfingstnelken im FelsDie Pfingstnelke ist ein Juwel im Fels. Sie bildet im Nationalpark Kellerwald-Edersee das größte hessische Vorkommen an der nördlichsten Grenze ihres Verbreitungsgebietes. Bildautor: Iris Dorn-Fehr
Auf der Wanderung nimmt die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin die Wanderer mit auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Sie berichtet von wilden Rittersleut im Kellerwald und begibt sich gemeinsam mit den Teilnehmern auf die Suche nach alten Köhlerplatten sowie vergangenem Leben auf der Jungfernburg. Welche Spuren erzählen von einer ehemaligen Siedlung? Wo klapperte in vergangenen Zeiten eine Mühle im heutigen Nationalpark? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas?

Nach einem weiten Bogenschlag zurück in die Gegenwart verrät Iris Dorn-Fehr, was das Besondere an den deutschen Buchenwäldern ist,  so dass die ganze Welt auf sie schaut. Warum wurden ausgewählte Bereiche des einzigen hessischen Nationalparks Kellerwald-Edersee als Teilgebiet des transnationalen UNESCO-Weltnaturerbes „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ anerkannt?  Welche deutschen Waldgebiete bilden mit den Gebieten in der Ukraine und der Slowakei seit 2011 gemeinsam eine transnationale UNESCO-Weltnaturerbestätte? Wie viele Teilgebiete  gehören insgesamt dazu? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen können die Wanderer gemeinsam mit Iris Dorn-Fehr lösen.

Der Rundwanderweg führt ausgehend vom Wanderparkplatz Kirchweg über die Bloßenberg-Route. Am Eingang des Nationalparks können aufmerksame Beobachter einen besonderen Lebensraum entdecken, einen Magerrasen. Weiter geht es auf dem Urwaldsteig Edersee entlang der Märchenwiese und dem sogenannten Schweinewald, einem alten Eichenhutewald. Die Wanderer folgen dem Wieslohgraben und gelangen so hinab zum Edersee und in die Banfebucht. Begleitet werden sie dabei von einem kleinen Bach, der über bemooste Grauwackeblöcke ins Tal fließt. Das Blau des Edersees setzt einen Kontrast zu den zahlreichen Grüntönen des Blätterdachs. Die grauen Felsen und die verschiedenen Pflanzenarten mit ihren Blüten setzen farbliche Akzente am Wegesrand. Auf dem Rückweg passiert die Gruppe das Fischhaus Banfe und gelangt über das Christianseck mit Ausblick auf die bewaldeten Berge, Hügel und Taler des Nationalparks zurück zum Ausgangspunkt.





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