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05.06.2015

Die heilende Kraft der Pflanzen und Bäume

– Exkursion in den Nationalpark Kellerwald-Edersee

Am Mittwoch, den 10. Juni, lädt Nationalpark-Führerin Annerose Schmid alle Pflanzenfreunde ein, sie auf eine dreistündige Exkursion in den Nationalpark zu begleiten. Während dieser botanischen Wanderung wird sie den Teilnehmern zahlreiche heimische Wild- und Heilkräuter vorstellen und auch die medizinische Wirkung von Blättern und Rinden verschiedener Baumarten beschreiben. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr am Wanderparkplatz Euler oberhalb der KellerwaldUhr bei Frankenau. Die Tour verläuft teilweise über Stock und Stein und ist daher nicht für Kinderwagen geeignet. Teilnehmer denken bitte an geeignetes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung sowie Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Über Jahrtausende gehörte das Wissen über die Kraft der Pflanzen zum Alltagswissen der Menschen. Dafür zu sensibilisieren und das Wissen zurück in den Alltag zu holen sind die erklärten Ziele der zertifizierten Kräuterpädagogin Annerose Schmid.

Unscheinbares Wildkraut am Wegesrand? Nationalpark-Führerin Annerose Schmid wird die Teilnehmer bei zahlreichen Pflanzen vom Gegenteil überzeugen und sie überraschen, welche Heilkräfte in ihnen verborgen sind.

Welche Kräuter verwendet Annerose Schmid in ihrer Hausapotheke? Was hat es mit Vogelmiere, Gänseblümchen, Brennnessel und Giersch auf sich? Welche Baumrinde wurde vor Jahrhunderten als Hausmittel gegen Kopfschmerzen verwendet? Spannende Fragen, die die zertifizierte Natur-und Landschaftsführerin gemeinsam mit den Wanderern lösen wird. Während einer kleinen Rast können die Teilnehmer Fragen vertiefen oder Pflanzenmärchen lauschen, die Annerose Schmid erzählt. „Jeder Ort hat seinen unverwechselbaren Charakter, jede Pflanze ihre besonderen Wirkungen“, freut sich die Kräuterkundige.

Die Strecke verläuft meist auf Wildnis-Pfaden über Stock und Stein, zunächst entlang des Quernst-Pfades. Im Anschluss gelangen die Wanderer zur Quernst-Kapelle. Bei gutem Wetter werden sie mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Im Norden lässt sich die Waldecker Tafel, auf der die Stadt Korbach erbaut wurde, entdecken. Die Berge des Kellerwaldes erstrecken sich im Osten, im Westen schauen die Teilnehmer bis zu den Höhenzügen des Rothaargebirges.
Der Route folgend, tauchen die Wanderer in den Ruhlauber ein. Dort bekommen sie einen Einblick in das UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“, zu dem mit ausgewählten Bereichen auch der einzige hessische Nationalpark gehört. Über den Dreiherrenstein geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Ein Körbchen zum Sammeln der Kräuter während der Exkursion benötigen die Wanderer nicht. Im Nationalpark Kellerwad-Edersee gilt das Motto „Natur Natur sein lassen“, der Mensch greift nicht mehr ein. Kräuter oder auch Pilze dürfen daher im Schutzgebiet nicht gesammelt werden.



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