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Natur verstehen
Boggel


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Fledermäuse

Geheimnisvolle Jäger der Dunkelheit

Achtzehn Fledermausarten, rund drei Viertel aller in Deutschland vorkommenden Arten, nutzen den Nationalpark als Lebensraum. Fünf von ihnen, Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Rauhautfledermaus, Teichfledermaus und Großes Mausohr, zählen zu den europäischen Endemiten. Der Nachweis einer Wochenstube der Großen Bartfledermaus war der erste für Hessen.


Im Sommer bewohnen die Fledermäuse des Waldes Baumhöhlen, Baum- und Felsspalten. Nachts jagen sie mit einem speziellen Echo-Ortungssystem, dem selbst ein Spinnfaden nicht entgeht, nach Insekten. Pfeilschnell oder schmetterlingshaft, ihr nächtlicher Flug ist so unterschiedlich wie ihre Lebensweise. In manchen Nächten nehmen sie einen Großteil ihres Körpergewichtes an Nahrung auf.


Ab Herbst werden Insekten im Buchenwald knapp. Damit Fledermäuse die kalte Jahreszeit überstehen, halten sie einen Winterschlaf in Höhlen oder alten Bergwerks-Stollen. Ihr Körper läuft dann auf „Sparflamme“ mit niedriger Temperatur, langsamem Puls und geringer Atmungszahl.

Das bedeutendste Winterquartier für Fledermäuse im Nationalpark liegt in einem alten Bergwerksstollen am Fuße des Bleibergs.