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Natur verstehen
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Wälder

Im Reich der urigen Buchen

Das Gestein im Untergrund, der Boden, die Neigung des Hanges nach Norden oder Süden, Wind und Sonne und die Verfügbarkeit von Wasser: Jeder Wald erhält hierdurch seine ganz eigene Ausprägung, seine ganz eigene Tier- und Pflanzenwelt. Die Buchenwälder Mitteleuropas besiedeln ein außergewöhnlich breites Spektrum an Standorten von trocken bis feucht, von nährstoffarm bis nährstoffreich, von stark sauer bis kalkreich.


Auf den kargen Böden des Kellerwaldes kennzeichnen "anspruchslose" Arten wie Weiße Hainsimse, Heidelbeere, Salbei-Gamander und Drahtschmiele den bodensauren Buchenwald. Dieser ist reich an Facetten: Mal sind es typische dann wieder nährstoffreiche Varianten, die das Gebiet prägen.


Auf Block- und Schutthalden wird der bodensaure Buchenwald von üppigen Edellaubbaum-, Block- und Hangwäldern, an Felsen von skurrilen Eichen-Buchen-Krüppelwäldern und Eichen-Trockenwäldern abgelöst. Feuchte Erlen-Eschenwälder säumen die zahlreichen Quellgerinne und Bachläufe, die wie Adern die Buchenwälder durchziehen.