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Natur verstehen
Boggel


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Felsen

Felsen – Raum für Juwelen

An der Waldgrenze, über felsigem Grund,  kämpft der Wald mit Trockenheit und Kargheit, Hitze und Kälte. Die Bäume wachsen dort nur langsam. Ihre Veteranen werden bizarrer, bilden skurrile Waldbilder. Es ist das Reich der Kobolde und Gnome: eine Quelle der Fantasie, eine Quelle von Märchen und Sagen.


Algen, Flechten und Moose besiedeln den nackten Fels. Risse und Spalten werden von feiner Erde gefüllt, die besondere Farne, Gräser und Kräuter nährt. Dort, wo sich kein Wurzelraum für Sträucher und Bäume öffnet, bleibt der Fels  ohne Schatten.


Dort, wo sich die schroffen, natürlichen Felshänge wie am Bloßenberg zum Edersee neigen, wächst die Pfingstnelke – Relikt der Nacheiszeit, Juwel der Ederseeregion und europaweit seltene Kostbarkeit. Im Kellerwald liegt ihr nordwestlichster Vorposten – die größte Pfingstnelken-Gemeinschaft in Hessen. Hier und da erklingen die kratzigen Töne des seltenen Steppengrashüpfers, der die Wärme liebt.