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Erfahrungsbericht

Vivien von Olnhausen und Anne-Katharina Mahle (01.05. - 30.09.2011)

Ein Praktikum für die Umwelt im Land der urigen Buchen! Diese Vorstellung hat uns, Vivien von Olnhausen und Anne-Katharina Mahle, so gefallen, dass wir uns auf ein fünfmonatiges Kennenlernen des Nationalparkes Kellerwald-Edersee gerne eingelassen haben. Seit Beginn des Monats Mai lassen wir uns von dem Blick auf das Buchenmeer am Rand des fjordartigen Edersees fesseln. Unsere Hauptaufgabe ist die Umweltbildung, das heißt, wir planen und machen Führungen und informieren über die Arbeit des Nationalparkes. Wir haben jedoch auch die Möglichkeit, in die Forschung reinzuschnuppern und naturschützerische Maßnahmen zu begleiten. Wir wollen alle Interessierte mit dieser Seite an unserem Praktikum für die Umwelt teilhaben lassen. Hierbei soll die Einzigartigkeit und Besonderheit der Natur des Nationalparks Kellerwald-Edersee im Vordergrund stehen. Vielleicht weckt es die Neugierde selbst auf die Suche nach Geheimnissen zu gehen.


  1. Entdeckungen des Monats Mai 2011
  2. Entdeckungen des Monats Juni 2011
  3. Entdeckungen des Monats Juli 2011
  4. Entdeckungen des Monats August 2011
  5. Entdeckungen des Monats September 2011

Entdeckungen des Monats Mai

Zwiebeltragender Zahnwurz

Häufig ist der zwiebeltragende Zahnwurz im Nationalpark zu finden. Er ist eine Schattenpflanze und kommt mit der Dunkelheit, die am Waldboden der Buchenwälder herrscht, gut zurecht.


Das Ausgangsgestein des Nationalparks, Grauwacke und Tonschiefer, bildet nährstoffarme Böden aus. Der Zahnwurz hingegen ist ein Zeiger für nährstoffreiche Standorte. Verursacht durch Wind- und Wasserablagerungen, kann nährstoffreiches Feinmaterial an bestimmte Standorte gelangen. Der Zwiebelzahnwurz benutzt für seine Vermehrung zum einen unterirdische Wurzeln und zum anderen kleine Zwiebeln, die sich an den Blattachseln befinden. Nach drei bis vier Jahren fallen sie ab und bilden selbst eine neue Pflanze. Wenn die Vermehrung des Zwiebelzahnwurzes bereits über diese beiden Wege geregelt ist, welche Bedeutung kommt dann der Blüte zu?


Fichten (Picae)

Ein eher seltenes Bild im vom Buchenmischwald geprägten Nationalpark Kellerwald-Edersee: Ein heranreifender Fichtenzapfen.


Ursprünglich kommen Fichten nicht in den Europäischen Mittelgebirgen vor. Erst die zunehmende Nutzung des Waldes durch den Menschen hat zu einer Anpflanzung von Fichten geführt, da die Nadelbäume schnell wachsen. Im Nationalpark gibt es noch einige Fichtenbestände, die nach und nach entfernt werden sollen um dem geschützten Buchenwald mehr Platz zu schaffen.

Übrigens: Fichten bilden wie jeder andere Nadelbaum eine Gipfelknospe pro Vegetationsperiode (Jahrestrieb). Zählt man die Jahrestriebe, so kommt man auf das Alter des Baumes.


Larve des Feuersalamanders (Salamandra salamandra)

Diese Feuersalamander-Larve wurde in dem renaturierten Heimbach entdeckt. Salamander-Larven entwickeln sich über den Winter in der Mutter vom Embryo zur Kiemen tragenden Larve und werden dann zwischen Februar und Juni in ein kühles Gewässer gesetzt. Hier  ernährt sie sich von Insektenlarven und Bachflohkrebsen, bis sie die Umwandlung zum Lungen atmenden Landtier vollzieht.


Diese Feuersalamander-Larve wurde in dem renaturierten Heimbach entdeckt. Salamander-Larven entwickeln sich über den Winter in der Mutter vom Embryo zur Kiemen tragenden Larve und werden dann zwischen Februar und Juni in ein kühles Gewässer gesetzt. Hier  ernährt sie sich von Insektenlarven und Bachflohkrebsen, bis sie die Umwandlung zum Lungen atmenden Landtier vollzieht.


Schwarzstorch (Ciconia nigra)

Für Aufregung sorgte die Entdeckung des ersten Schwarzstorchs dieses Jahres! Hoch am Himmel über dem Edersee kreiste dieser äußerst seltene Vogel, der wegen seines Appetites auf Fisch seit dem 17. Jahrhundert durch die Jägerei stark dezimiert wurde. Die Römer wiederum fanden den Schwarzstorch sehr schmackhaft. Phasen der Verfolgung wechselten sich ab mit Phasen der Verehrung in manchen Kulturen und Religionen. Vielleicht ist diese Vergangenheit der Grund dafür, dass er im Gegensatz zum Weißstorch den Menschen meidet, ruhige Gebiete bevorzugt und auf Störungen sehr empfindlich reagiert; derart, dass er sofort das Brutgebiet verlässt oder in der nächsten Brutsaison nicht in das Gebiet zurückkehrt. Eine andere Erklärung für seine Seltenheit ist, dass er gerne in alten, hohen Bäumen brütet; eine Vorraussetzung, der die Forste kaum gewachsen sind, die der bewaldete Nationalpark aber zu erfüllen trachtet. (Quelle 4)


Eichengallwespe (Cynips quercifolii)

Die winzige Wespe, die höchstens einen halben Zentimeter groß wird, legt im Mai bis Juni ihre Eier normalerweise an die Unterseite der Eichenblätter (daher der Name „Eichengallwespe“) und dort in die Blattnerven. Dort entwickeln sie sich zu ungefähr zwei Zentimeter großen, einkammrigen Gallen, die auch „Galläpfel“ genannt werden.


Das Faszinierende an diesem Insekt ist, dass es sowohl einen geschlechtlichen als auch einen ungeschlechtlichen Entwicklungszyklus aufweist: Die im Winter aus den Gallen schlüpfenden Wespen sind ausschließlich Weibchen, die für ihre weitere Fortpflanzung keinen männlichen Partner brauchen. Ohne befruchtet zu werden, legen sie an die noch ruhenden Knospen Eier, aus denen im Mai bis Juni männliche und weibliche Klone schlüpfen. Diese Form der Fortpflanzung nennt man auch „Jungfernzeugung“. Der Vorteil einer solchen Fortpflanzung liegt ganz einfach darin, dass für die Erhöhung der Individuenzahl kein sexueller Partner zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vorhanden sein muss. Den Nachteil einer mangelnden evolutiven Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen gleicht das schlaue Tier durch die daraufhin folgende sexuelle Fortpflanzung aus. Das Produkt sind die auffälligen Gallen, die anfangs grünlich und später gelblich und meist rotbackig erscheinen. Wie auf dem Bild, das auf dem Daudenbergweg im Nationalpark Kellerwald-Edersee entstand, zu erkennen ist, kann auch mal eine Hainbuche der Eichengallwespe einen geeigneten Ort für die Eiablage bieten. (Quelle 1,2,3)


Entdeckungen des Monats Juni

Schwefelflechte

Das Zusammenleben zwischen Pilz und Alge, bzw. Cyanobakterium, bildet die Flechte. Die Resistenz gegenüber Trockenheit sowie Nährstoffmangel haben den Flechten einen Selektionsvorteil geschaffen. Dadurch sind sie in der Lage, nackten Fels, Erdboden, Baumborke, totes Holz, Blatt- und Nadeloberflächen sowie anthropogen hergestellte Materialien wie zum Beispiel Beton zu besiedeln.

Flechten sind Zeiger der Luftreinheit. Die im Regenwasser gelösten Schadstoffe werden ungefiltert aufgenommen. Nach Verdunstung des Wassers bleiben die Schadstoffe zurück. Sie werden zunehmend in der Flechte angehäuft, wodurch sie bei zu hoher Konzentration absterben kann. (Quelle 5) In Städten mit hohem Abgasanteil wird man sie nicht oder nur wenig finden, im Nationalpark hingegen ist sie oft zu bewundern - so wie diese leuchtende Schwefelflechte.


Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus)

Die Pfingstnelke, die Ursprungsart der Nelken von Hausgärten, liebt es heiß und trocken. Im Mai und Juni ist an den Steilhängen des Edersees die rosafarbene Blütenpracht dieses Juwels zu bestaunen. Hier wächst der größte Bestand Hessens der auf der Roten Liste stehenden Art.


Der Nationalpark Kellerwald-Edersee trägt eine große Verantwortung für diese Art. Um sie vor den herab fallenden Nadeln der Kiefer zu schützen, wurden diese im Januar 2011 in einem Helikoptereinsatz von den Steilhängen entfernt. Das Motto „Natur Natur sein lassen“ des Nationalparks wurde in diesem Fall dem Naturschutzgedanken untergeordnet.


Weitere Informationen über das Naturschutzgroßprojekt sind hier zu finden.


Zunderschwamm

Der Baumpilz verursacht die Weißfäule (auch Korrosionsfäule). Bevor man überhaupt die Fruchtkörper am Stamm sieht, durchwächst das Pilzmyzel  bereits den geschwächten Baum. Dieses zersetzt das Lignin; das ist der neben der Zellulose wichtigste Holzbestandteil, der für die Druckfestigkeit verantwortlich ist. Der auf den ersten Blick unscheinbare Zunderschwamm trägt sehr zur Zersetzung der Rotbuche bei und ist damit ein wichtiger Teil des Lebenskreislaufes der Hauptbaumart des Nationalparks.


Schon gewusst? Früher wurde der Kern des Pilzes als Zunder zum Feuermachen genutzt. In Scheiben geschnitten, gekocht, mit Salpeter getränkt und weichgeklopft war er bis zu seiner Ablösung durch Streichhölzer sehr begehrt.


Feuersalamander und Teichmolche

Schon lange hat es nicht mehr geregnet. Mitte Juni kommen dann endlich die ersehnten Regenwolken. Sie sind nicht nur für die Natur ein Segen, sondern auch für die Teilnehmer der Führungen, die auf dem Weg von den gemächlich schlendernden Feuersalamander sowie den im Laub gut getarnten Teichmolchen überrascht werden. Mensch wie Tier sind sichtlich froh über den Regen.

Feuersalamander


Wenn der Feuersalamander gemächlich seines Weges läuft, warum ist er dann nicht so gut getarnt wie der Teichmolch? Das gelbe Muster auf seiner Haut warnt alle potentiellen Feinde vor seinem Gift. Vor Fressfeinden braucht er sich nicht zu fürchten, im Gegensatz zum Straßenverkehr, der für die Tiere auf ihren Wanderschaften außerhalb des Nationalparks eine ständige Bedrohung bedeutet.


Entdeckungen des Monats Juli

Buchenrotschwanz

Wie groß war die Freude über die Extravaganz dieser Raupe, des Buchenrotschwanzes. Markant ist der rote, abstehende Schwanz aus dicht aneinanderliegenden Härchen. Nach der Verpuppung in den Wintermonaten entwickelt sich ein unscheinbarer Nachtfalter, der von Mai bis Juni fliegt und dann sicherlich auch den zahlreichen Fledermäusen schmeckt, die im Nationalpark auf die Jagd gehen. Der Falter wird auch Buchenstreckfuß genannt, weil er in Ruheposition seine Vorderfüße nach vorne ausstreckt.


Ist ein Baum stark befallen, kann seine Krone verlichtet oder sogar komplett entlaubt werden! Massenvermehrungen treten jedoch erst spät im Jahr ein und haben deswegen nur geringen Einfluss auf das Wachstum. Hier im Nationalpark kann sich das Tier ungestört entwickeln und verwandeln.


Erdkröte

Verwarzter Körper, aber goldgrün funkelnde Augen – die Erdkröte. Symbol für Erdverbundenheit, bewegt sie sich langsam kriechend durch das raschelnde Laub. Nur das Rascheln erregte unsere Aufmerksamkeit, denn sie ist gut getarnt. Sie ist für viele Menschen nicht schön anzusehen, aber sehr nützlich, wenn sie Larven von Insekten, Nacktschnecken und Asseln frisst. Wenn das Männchen sich auf dem Rücken des Weibchens im Frühjahr Richtung Laichgewässer, wie dem Edersee, tragen lässt, droht nur am Rand des Nationalparks eine Gefahr beim Überqueren der Autostraße. Ein Krötentunnel soll diese Gefahr ein wenig vermindern.


Türkenbundlilie

Diese bereits verblühte Lilie haben wir bei Vegetationsaufnahmen entdecken können. Im gesamten Nationalpark sind 10x10m große sog. Weiserflächen verteilt. Zu jeder 10x10m großen, umzäunten Fläche (das Wild wird aus der Fläche herausgehalten) gibt es eine ebensogroße Vergleichsfläche, die nicht umzäunt ist und den Einfluss der Tiere auf die Vegetation zeigen soll. Alle zwei Jahre werden die Flächen dokumentiert. Dabei werden die Pflanzen der Krautschicht sowie die Höhe und der Tierverbiss der Pflanzen festgehalten. Diese verblühte Türkenbundlilie steht innerhalb einer Weiserfläche. Außerhalb des Zaunes waren Blüte und Blätter der dort stehenden Türkenbundlilien abgefressen; sie gilt als Delikatesse unter den Bewohnern des Waldes.


Schleimpilz

Was zunächst aussah wie eine rosafarbene Blüte und beim Näherkommen einem Pilz glich, stellte sich beim Nachfragen als ein Schleimpilz heraus. Vorsicht, der Name trügt, denn er wurde zwar früher als Pilz klassifiziert, wird aber heute als Protist betrachtet! Im Gegensatz zu Pilzen haben sie beispielsweise keine Zellwände. Die meisten der Fruchtkörper sind nur ein bis zwei Millimeter hoch, und daher oft schwierig zu bemerken. Die Protisten ernähren sich auf dieselbe Weise wie Amöben: Sie verschlingen die Bakterien, indem sie die Nahrung zuerst aufnehmen und sie danach verdauen. Dahingegen verdauen echte Pilze ihr Futter außerhalb, bevor sie es aufnehmen. Die Schleim-„Pilze“ sind wichtige Zersetzer an dunklen, feuchten Stellen eines Ökosystems. Gelegentlich, in regnerischen Zeiten, kriechen größere Plasmodien von bis zu einigen Meter Länge (!) aus den Wäldern hervor und dringen in Gärten ein. Diese Wesen inspirierten die Produktion des Science Fiction-Filmes The Blob, während sie in einigen Teilen Mexikos tatsächlich gegessen werden.


Diese Exemplare wurden auf verottendem Pflanzenmaterial gefunden, da es dort genug Feuchtigkeit und Bakterien gibt, die sie für ihre Ernährung brauchen. Deshalb kommen sie im Nationalpark, in dem die Bäume altern dürfen und nach dem Absterben nicht entfernt werden, vermehrt vor!


Ein Blutmilchpilz - und tatsächlich, bei seinem Zerquetschen mit den Fingern läuft ein rosafarbener Schleim, unreifes Sporenpulver, aus ihm heraus.


Quelle: www.biologyreference.com/Se-T/Slime-Molds.html


Bruder Sonne, Schwester Mond

Was hat Franz von Assisi mit dem Nationalpark Kellerwald-Edersee zu tun?


Das erfahren wir auf der Führung „Bruder Sonne, Schwester Mond“ mit Pfarrer Dietrich. Franz von Assisi wurde im 13. Jahrhundert als Sohn reicher Tuchleute unter dem Namen Giovanni Francesco Bernardone geboren. Nachdem er sich gegen den Reichtum seiner Herkunft entschieden hatte, lebte er lange Zeit als Einsiedler im Wald. Auf der Führung erfahren wir seinen freundschaftlichen Umgang mit der Natur und die Sorge, die sich Franz von Assisi um den Wald und seine Bewohner machte. Wir lauschen den Geräuschen des Waldes und ziehen unsere Schuhe aus als Symbol für seine Entkleidung, mit der er dem Reichtum endgültig den Rücken kehrte. Während Teile aus dem Gebet des Sonnengesangs gelesen werden, lernen wir die Tiere des Nationalparks kennen.

Eine Führung, die uns neue Blickwinkel auf uns und unseren Umgang mit dem Welterbe Buchenwald ermöglicht.


Entdeckungen des Monats August

Dem August wollen wir gerne unsere phantasiereichen Begegnungen im Rotbuchenwald widmen. Beim Durchstreifen der Wälder und genauerem Hinsehen konnten wir nicht nur die Besonderheit von Naturschönheiten erblicken, sondern auch unserer Phantasie die nötige Freiheit lassen, die sie braucht, um Gestalten und fremde Welten zu entdecken.


Ein Moment, der nicht mit der Kamera festzuhalten war, ergab sich an der Quernst, als sich das im Wind wiegende Gras würdevoll vor uns verbeugte. Dann drehte der Wind, und die Köpfe des Grases nickten höflich in eine andere Richtung. Wem sie wohl dort ihre Ehre erwiesen?

Auch auf einer Führung mit einer 7. Klasse hatten wir die Möglichkeit, unsere Gedanken über die Natur streifen zu lassen. Vor einer alten entwurzelten Buche ließen wir die Kinder aufschreiben, was die Buche ihnen erzählt, was sie vielleicht schon erlebt hat, oder warum sie dort liegt.

Bei der letzten Wanderung im Rahmen der Baummarder-Inventarisierung herrschte eine tiefe Stille im Wald. Es war warm, der Himmel jedoch war hellgrau anstatt blau gestrichen. Es regte sich kein Lüftchen, und kein Vogel sang. Die Mäuse im Laub hielten still, und bis auf ein seltenes Summen einer Fliege erschien es, als sei außer einem selbst kein lebendes Wesen unterwegs. Doch die silbergrauen Stämme der Buche schienen lebendig zu sein; sie blickten einen an und warteten auf etwas – ruhig, aber eindringlich.

Man glaubt, das Geheimnis des Waldes zu erkennen, an einem Morgen, an dem die Sonne den Nebel sanft durchbricht und ein Segen aus Licht und Klarheit über den Menschen hereinbricht. Es liegt einem auf der Zunge, man fühlt, dass man es jeden Moment aussprechen kann – und doch verhüllt es sich im letzten Moment wieder im Nebel. Wohin entflieht es? Man könnte denken, die Natur lebe nicht nur in uns, sondern sie sei Ausdruck unseres Selbst. Das Mysterium liegt für immer verborgen in der Trennung einer einstigen Einheit.


Entdeckungen des Monats September


Der Monat September ist vom Abschiednehmen geprägt. Fünf Monate Praktikumszeit sind um. Wir sind dankbar für die abwechslungsreichen Erlebnisse im Nationalpark Kellerwald-Edersee und blicken erwartungsvoll auf unseren Einstieg in die Berufswelt. Wir werden uns an den Schwarzstorch, Feuersalamander, den Buchenrotschwanz, Schleimpilze und viele weitere Begegnungen mit dem Buchenwald zurück erinnern. Der Kellerwald hat für uns ein Gesicht bekommen und ist zum Freund geworden, so wie wir viele nette Menschen kennenlernen durften.

Wir möchten all diejenigen, die Lust bekommen haben, selbst das Praktikum für die Umwelt zu machen, ermutigen, sich auf den Internetseiten www.praktikum-fuer-die-umwelt.de zu bewerben. Hier lassen sich auch weitere Informationen über das Praktikum finden.


Unser Eindruck lässt sich abschließend am besten mit einem Gedicht von Paul Schullery (Yellowstone Nationalpark) beschreiben, das wir in Volker Nagels Buch „Impressionen aus dem Kellerwald“ gefunden haben:


„Nationalparke sind Bühnen,

die uns tiefer in die Natur blicken lassen

und uns lehren,

was sie für die Seele des Menschen bedeutet.

Leicht sind solche Lektionen nicht.

Aber sie sind immer die Reise wert.“



Quellen:

1) Cleveland P. Hickman, Larry S. Roberts, Allan Larson, Helen L´ Anson, David J. Eisenhour (2008): Zoologie. 13., aktualisierte Auflage, Addison Wesley Verlag;

2) Stinglwagner, Gerhard K.F.; Haseder, Ilse E.; Erlbeck, Reinhold (2009): Das Kosmos Wald- und Forstlexikon. 4. Auflage. Franck-Kosmos-Verlag Stuttgart

3) Weitere interessante Informationen zur Gallmücke finden Sie auf dieser Seite: www.erlebte-tierwelt.de/ww/gallwespe/gallwespe.html

4) Janssen, G., Hormann, M., Rohde, C. (2004): Der Schwarzstorch

5) MASUCH, G. (1993): Biologie der Flechten. Quelle & Meyer Verlag Heidelberg