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07.09.2021

Klappstuhl-Theater im Nationalpark: Peter Trabner spielt Hölderlins „Tod des Empedokles“

Hölderlins Werk gilt als erstes Umweltdrama und wird am
Freitag, 17. September, von Schauspieler Peter Trabner und einem Baum im Nationalpark aufgeführt

Vöhl-Harbshausen. Das Stück, „Der Tod des Empedokles" von Friedrich Hölderin spielt Peter Trabner zusammen mit einem Baum im Nationalpark unter freiem Himmel.
Die Inszenierung verbindet Straßentheater mit klassischer Rezitation, Bildungs- mit Alltagssprache, Interaktion mit den Zuschauern mit assoziativem Witz.

 

Zur kostenlosen, einstündigen Aufführung ist bis spätestens Mittwoch,
15. September, eine Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten erforderlich. Diese ist möglich:
telefonisch 05621-9040-0
online mit der Anmeldefunktion auf der Internetseite
www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/de/veranstaltungen

 

Hölderlins Werk gilt als erstes Umweltdrama und wurde 1797, noch vor der industriellen Revolution und dem damit einsetzenden Anstieg der CO2-Emissionen, geschrieben. Während des 60-minütigen Stücks bildet ein Baum das Zentrum der Inszenierung.
Ausgehend von der gespielten Probenarbeit am Original-Hölderlin-Drama, verknüpft der Schauspieler aktuelle Themen wie Umwelt, Verlust der Artenvielfalt, steigender Ressourcen-Verbrauch, Plastikflut, Vermüllung und zunehmende Selbstzerstörung der Menschheit assoziativ.

 

Der Baum fungiert hierbei nicht nur als Anspielpartner, sondern ist – als Repräsentant der gesamten Natur – der beste Freund des Ich-Darstellers, Peter Trabner.

 

„Ausgehend von der Suche nach neuen, zeitgemäßen, publikumswirksamen Formen des Theaters und angestoßen durch die zunehmende Gefährdung unseres Planeten sowie das dringende Erfordernis einer „nachhaltigen" Klima- und Umweltpolitik, habe ich meine eigene „nachhaltige" Theaterinszenierung entwickelt", so Trabner.

 

Im Ergebnis entsteht ein temporeiches, spielfreudiges, durch absurde Assoziationsketten forciertes Straßen- beziehungsweise Waldtheater, das die Bandbreite seines schauspielerischen Könnens auslotet und durch die direkte Unmittelbarkeit des Spiels das Publikum aktiviert, mit einbezieht und „gefangen nimmt". Ein im doppelten Sinne nachhaltiges Theaterstück.

 

Das Stück wird bei Sonnenlicht gespielt, die Inszenierung kommt – ganz im Sinne der proklamierten Nachhaltigkeit – ohne Strom, ohne Mikrofon, ohne Lichttechnik und ohne Bühne aus. Klappstühle oder sonstige Sitzgelegenheiten müssen mitgebracht werden, ebenso vielleicht eine warme Decke oder Regenschutz. Start ist um 17:45 Uhr am Nationalpark-Eingang Himmelsbreite (mit Anfahrt über Harbshausen). Für den Weg zum Sitzplatz auf der Wiese ist eine medizinische oder FFP2 Maske erforderlich. Diese darf am Sitzplatz abgenommen werden.

 

Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Vöhl-Harbshausen aus und beachten den etwas längeren Fußweg zum Treffpunkt.

 

Homepage des Schauspielers zum Theaterstück
http://empedokles.de/

 

 

 

 


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