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16.08.2017

Planwagenfahrt und Wanderung zu den Windwurfflächen auf der Quernst

Von starken Pferden gezogen oder zu Fuß unterwegs im Reich der urigen Buchen

Bad Wildungen. Ein gelungener Start ins Wochenende könnte am Freitag, 25. August, eine Planwagenfahrt in den Nationalpark sein – noch sind einige Plätze frei. Wer das Reich der urigen Buchen lieber erwandern möchte, der ist am Sonntag, 27. August, herzlich zur Tour mit Nationalpark-Ranger Hermann Bieber eingeladen.

Planwagenfahrt in den Nationalpark

Frankenau. Gezogen von starken Pferden, geht es am Freitag, 25. August, von 14:00 bis 16:00 Uhr mit Nationalpark-Ranger Thomas Kull im Planwagen auf eine schöne Rundtour durch den Nationalpark Kellerwald-Edersee. Für Groß und Klein ist eine Planwagenfahrt mit dem Nationalpark-Partner, der Fuhrhalterei Archehof Kellerwald, ein besonderes Erlebnis. Thomas Kull wird während der Kutschfahrt über den einzigen hessischen Nationalpark informieren und viele Fragen beantworten. Was genau bedeutet „Natur Natur sein lassen“? Und warum wurden ausgewählte Bereiche des Nationalparks zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt, obwohl Einwohnern Deutschlands und Bewohnern des waldreichen Hessens Buchenwälder doch als etwas ganz Alltägliches erscheinen? Treffpunkt für die zweistündige Planwagenfahrt ist der Nationalpark-Eingang KellerwaldUhr in Frankenau. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der AST-Haltestelle Frankenau KellerwaldUhr aus. Von dort fährt der Planwagen  über das Kastaniendreieck zur Quernst-Kapelle. Im Ruhlauber, dessen alte Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark gehören, gibt es eine historische Wolfsgrube zu entdecken, bevor am Frankenauer Tor die Rückfahrt angetreten wird. Zur Planwagenfahrt wird um Anmeldung unter 05621-75249-0 oder info@nationalpark-kellerwald-edersee.de bis Mittwoch, 23. August, gebeten. Die Kosten für Erwachsene betragen 10 Euro, für Kinder, Jugendliche und Studenten 5 Euro. Kinder bis vier Jahre fahren kostenfrei mit.

Mit dem Ranger in den Nationalpark

Frebershausen. Wildnis-Dynamik auf den Windwurfflächen: Rund um die Quernst und den Ruhlauber zeigt sich, was die Natur nach Kyrill 2007 und Xynthia 2009 zu bieten hat. Die werdende Wildnis hautnah zu erleben – dazu lädt Nationalpark-Ranger Hermann Bieber am Sonntag, 27. August, von 10:00 bis 13:00 Uhr ein. Treffpunkt zu der kostenfreien, geführten Wanderung ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Eingang Quernstgrund in Frebershausen. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Bad Wildungen-Frebershausen, Zur Quernst aus und folgen der Beschilderung zum Treffpunkt. Die Grenzsteinroute von Frebershausen führt über den Kamm der Wesenseite zum „Himmelreich“ und Dreiherrenstein. Von dort aus geht es über Stock und Stein in den 200-jährigen Buchenwald am Ruhlauber. Der Rückweg wird über das Frankenauer Tor und den Battenberg zum Parkplatz angetreten. Thematisch geht Ranger Hermann Bieber darauf ein, wie sich die Wälder nach Sturmwurfereignissen wie Kyrill und Xynthia weiterentwickeln. Im Nationalpark, wo das Motto „Natur Natur sein lassen“ gilt, schaut der Mensch den natürlichen Prozessen nur noch zu und dokumentiert die Entwicklungsprozesse. Was wächst denn da? Welche Arten haben sich bisher eingefunden und führen für kurze Zeit Regie in der Wildnis? Die rasche Entwicklung von bunten Fingerhut-Schlagfluren über Himbeer- und Brombeerstauden, Holundergebüschen hin zu Birken, Saalweiden oder Pionierwäldern reich an Aspen oder Eberescheneichen ist beeindruckend. Und der Zunderschwamm übernimmt die Regie beim Prozess des „Werdens und Vergehens“ im Buchenaltholz. Über all das wird Hermann Bieber berichten und gern auch alle neugierigen Fragen beantworten. Besonderheiten, auf die sich die Teilnehmer der Tour freuen können, sind: die schöne Aussicht von der Quernstkirche aus in Richtung Sauerland und Rothaargebirge, das Spiel von Licht und Schatten im alten Buchenwald. Eine Anmeldung zur geführten Wanderung ist nicht erforderlich. Teilnehmer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk und Erfrischungsgetränke sowie gegebenenfalls einen Snack für kleine Pausen.

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