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17.06.2016

Botanische Kostbarkeiten im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Bad Wildungen/ Frankenau-Altenlotheim/ Edertal-Bringhausen. Am kommenden Wochenende bieten die Ranger Volker Nagel und Hermann Bieber zwei spannende Exkursionen an, die den Teilnehmern nicht nur verschiedene Facetten der Wildnis im hiesigen Buchennationalpark eröffnen, sondern auch botanische Kostbarkeiten wie Arnika, Katzenpfötchen und Pfingstnelke vorstellen. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Interessierte denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke.

Die dreistündige Tour mit Ranger Volker Nagel beginnt am Samstag, den 18. Juni, um 14:00 Uhr am Nationalparkeingang Koppe in Altenlotheim und führt zum Fahrentriesch.  Das Besondere an der Landschaft um Altenlotheim ist die außergewöhnlich hohe Zahl an verschiedenen Heidetypen. So gibt es die Wacholder- und Heidelbeerheide und weitere Heidearten wie Borstgras- und Silikatmagerrasen.
Auf diesen Flächen haben sich viele Tierarten des Freilandes optimal entwickelt und sind heute Raritäten. Zu ihnen gehören Reptilien, Vögel, Wanzen, Bienen und eine Unzahl angepasster weiterer Pflanzen bis hin zu Orchideen. Arnika und Katzenpfötchen zählen zu den Besonderheiten des Borstgrasrasens auf dem Fahrentriesch.
Um solche Kostbarkeiten zu bewahren, werden diese Flächen als Ausnahme heute noch gepflegt und regelmäßig mit Schafen beweidet. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee gilt auf über 90 Prozent seiner Fläche das Motto „Natur Natur sein lassen“. Managementmaßnahmen beschränken sich lediglich auf die geringen verbleibenden Prozente.

Am Sonntag, den 19. Juni, lädt Ranger Hermann Bieber ebenfalls zu einer  dreistündigen Wanderung in den Nationalpark ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Nationalparkeingang Kirchweg in Edertal-Bringhausen. Höhepunkt dieser Tour sind die Steilhänge am Bloßenberg, an denen die seltene Pfingstnelke, die „Ururgrossmutter der Gartennelke“, zu finden ist. Neben der Pfingstnelke gibt es auch zahlreiche andere Vertreter der krautigen Pflanzen zu entdecken, beispielsweise die Astlose Graslilie. Ranger Hermann Bieber verrät den Teilnehmern gerne, wie sie den Braunen vom Nordischen Streifenfarn unterscheiden können.
Auf dem Rundwanderweg folgen die Wanderer der Bloßenberg-Route und in Teilen dem Urwaldsteig Edersee. Über den Wieslohgraben gelangen sie hinab zum Edersee und in die Banfebucht. Begleitet werden sie dabei von einem kleinen Bach, der über bemooste Grauwackeblöcke ins Tal fließt. Den Teilnehmern eröffnen sich traumhafte Ausblicke. Das Blau des Edersees setzt einen Kontrast zu den zahlreichen Grüntönen des Blätterdachs, die grauen Felsen und die verschiedenen Pflanzenarten mit ihren Blüten setzen farbliche Akzente am Wegesrand; ein unvergessliches Naturerlebnis.

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