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22.06.2015

11. Nationalparkfest

Aus dem Dorf in die Wildnis

Bad Wildungen/ Edertal-Kleinern. Das Nationalparkfest am vergangenen Sonntag war ein Fest für jedermann: Alt und Jung, Einheimischen und  Urlaubsgästen wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten, das von Exkursionen über zahlreiche Mitmachaktionen bis hin zu einem bunten Regionalmarkt reichte.  Unter dem Motto „Aus dem Dorf in die Wildnis“ wurde erstmalig in einem der Nationalpark-Anrainerorte gefeiert, im zertifizierten familienfreundlichen Luftkurort Kleinern.

Bereits seit elf Jahren schützt der Nationalpark Kellerwald-Edersee einen der letzten großen und naturnahen Rotbuchenwälder Mitteleuropas. Hier darf Natur Natur sein, entsteht Wildnis von morgen. Urige Wälder auf Bergkuppen und in Schluchten, über 1.000 reinste Quellen und Bäche sowie ruhige Waldwiesentäler bilden wertvolle Lebensräume und sind die Schätze des Nationalparks. Seine ausgedehnten alten Laubwälder gehören sogar zum transnationalen UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“.

Das Nationalparkfest war auch in diesem Jahr ein besonderes Fest für die ganze Familie. Es bot zahlreiche Informationen rund um den einzigen hessischen Nationalpark und seine Entstehungsgeschichte, spannende Exkursionen in das Reich der urigen Buchen sowie abwechslungsreiche Mitmachaktionen für Groß und Klein. Auf einem Regionalmarkt mit Kunsthandwerk sorgten rund 20 Anbieter für schöne Erinnerungsstücke sowie das leibliche Wohl, zu dem auch die vielfältigen Vereine aus Kleinern beitrugen.

Bisher wurde das jährliche Fest in den Bildungseinrichtungen des Nationalparks oder im Schutzgebiet selbst gefeiert. In den vergangenen Jahren wurde in den Nationalparkgemeinden vermehrt der Wunsch geäußert, das Nationalparkfest einmal in ihren Ortschaften auszurichten. Dieser Wunsch zeigt, wie stark sich die umliegenden Gemeinden, Ortschaften und Bürger inzwischen mit ihrem Nationalpark verbunden fühlen. „Die hohe Akzeptanz und Identifikation mit dem Nationalpark und seinen Zielen ist eine sehr positive Entwicklung, an die vor über elf Jahren kaum jemand zu träumen wagte. Daher freue ich mich sehr, das Nationalparkfest erstmalig in einem der Nationalpark-Dörfer, und zwar in Kleinern, zu feiern. In den kommenden Jahren wird das Nationalparkfest „wandern“ und allen direkt an den Nationalpark Kellerwald-Edersee angrenzenden Ortschaften die Möglichkeit bieten, Gastgeber zu werden.“, berichtete Nationalparkleiter Manfred Bauer.

„Der Nationalpark Kellerwald-Edersee entwickelt sich ständig weiter“, äußerte sich Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf begeistert. „Eine Neuerung ist, dass das Nationalparkfest ab jetzt in den Nationalpark-Dörfern gefeiert wird. Eine andere ist die Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach-Frankenberg, die die Mobilität in der Nationalpark-Region verbessert.“

Klaus Gier, Bürgermeister der Gemeinde Edertal: „Ich freue mich sehr, dass die Nationalparkverwaltung die Anregung aufgegriffen hat, zukünftig das Nationalparkfest abwechselnd  in den Anliegerortschaften des Nationalparks durchzuführen. Besonderen Dank auch an die Ortsgemeinschaft Kleinern, die bei der Vorplanung sehr kurzfristig die Bereitschaft erklärt hat, das Fest mit auszurichten und zu gestalten. Der Edertaler Luftkurort Kleinern  ist ja bekannt für seine vielen Feste und insofern ist der Ort für das Nationalparkfest dieses Jahr gut gewählt.“

Und Ortsvorsteher Kurt Epting ergänzte: „Ein Anruf vom Bürgermeister Gier, und ohne zu zögern habe ich sofort zugesagt. Weil ich wusste, dass die Dorfgemeinschaft hier ohne zu zögern mit macht.“

Der Verkehrsverein Kleinern, der sich den Gästen und Einheimischen verbunden fühlt, begrüßte die vielfältigen Angebote des Nationalparks. Olivia Maschke, 1. Vorsitzende des Verkehrsvereins, merkte an:“ Wir sind stolz auf die Buchenwälder unserer Region.“ Sie schloss mit den Worten Khalil Gibrans
"Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt."

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