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17.04.2015

Mit dem Ranger zum Fahrentriesch

– Exkursion in den Nationalpark Kellerwald-Edersee

Bad Wildungen/ Vöhl-Schmittlotheim. Am Samstag, den 25. April, lädt Ranger Volker Nagel zu einer dreistündigen Wanderung in den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Elsebach in Vöhl-Schmittlotheim. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung sowie Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Der Fahrentriesch-Pavillon dient Nationalparkbesucher als Rastplatz und informiert sie über die Besonderheit der Triescher im Schutzgebiet. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Pavillion auf WeideDer Fahrentriesch-Pavillon dient Nationalparkbesucher als Rastplatz und informiert sie über die Besonderheit der Triescher im Schutzgebiet. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Gemeinsam mit den Teilnehmern wird Ranger Volker Nagel die werdende Wildnis im Nationalpark hautnah erleben. Die Wanderer passieren Waldbereiche mit  zahlreichen geworfenen Fichten, die früheren Sturmböen nicht standhalten konnten. Auf diesen Windwurfflächen entsteht eine neue Struktur: stehendes oder liegendes Totholz und unterschiedliche Lichtverhältnisse schaffen ganz neue Lebensräume. Die Natur besitzt eine faszinierende Dynamik. Ein wilder Wald voller Schönheit entsteht.
Und auch die Wildkatze, eine der seltensten Säugetierarten Deutschlands und seit 1934 streng geschützt, fühlt sich hier wohl. Nach über 60 Jahren ist dieser kleine graue Jäger auf leisen Pfoten in den Kellerwald zurückgekehrt. 

Auf der Strecke zum Fahrentriesch eröffnen sich den Wanderern immer wieder wunderschöne Ausblicke aus dem Nationalpark Kellerwald-Edersee in den gleichnamigen Naturpark und seine Kulturlandschaft. Bei klarem Wetter können die Teilnehmer sogar bis nach Buchenberg schauen.

Das oberste Ziel eines Nationalparks ist der Prozessschutz. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee gilt bereits auf über 90 Prozent der Fläche das Motto „Natur Natur sein lassen“. Managementmaßnahmen beschränken sich lediglich auf die geringen verbleibenden Prozente.
Auf dem Fahrentriesch treffen die Wanderer auf wollige Rasenmäher - Heidschnucken und ihren Lämmer -, die auf ganz natürliche Weise zum Erhalt und zur Pflege des Trieschs beitragen. Wie entstanden die Triescher? Was macht sie zu etwas Besonderem und warum sollen sie für Besucher erlebbar bleiben? Welche spannende Geschichte verbirgt sich hinter dem Fahrentriesch- Pavillon? Spannende Fragen, die Ranger Volker Nagel den Teilnehmern gerne beantworten wird.

Die Tour führt die Wanderer vom Ausgangspunkt über die Sohleide zum Fahrentriesch über die Sauhütte und über das Elsebachtal zurück zum Ausgangspunkt.


Hintergrund Fahrentriesch: Der Fahrentriesch entstand im 12. Jahrhundert, als zunächst die ansässigen Waldbauern die Nutzung der Rodungsinsel Eschebruch aufgaben und die Altenlotheimer diese Lücke im dichten Kellerwald nutzten, um dort ihre Schaf- und Rinderherden weiden zu lassen. Heute ziehen wieder Schafe über den Triesch, um seltene Lebensräume und ihre spezifischen und teilweise stark gefährdeten Arten zu erhalten. Eine Besonderheit sind die sog. niedrigen Borstgrasrasen mit Borstgras, Arnika und Katzenpfötchen.

Heidschnucken helfen bei der Pflege und dem Erhalt der Triescher im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Heidschnucken auf WeideHeidschnucken helfen bei der Pflege und dem Erhalt der Triescher im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee


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