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05.02.2015

Familienwanderung in den Nationalpark Kellerwald-Edersee

Gemeinsam das UNESCO-Weltnaturerbe entdecken

Bad Wildungen/ Frankenau. Am Sonntag, den 15. Februar, lädt Ranger Uwe Liehr zu einer vierstündigen Exkursion in die Schatzkammern des Nationalparks ein. Gemeinsam mit den Teilnehmern wird er den Ruhlauber entdecken, einen  ausgewählten Bereich des Nationalparks, der zum UNESCO-Weltnaturerbe geadelt wurden. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Wanderparkplatz Euler oberhalb der KellerwaldUhr bei Frankenau. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Das Mindestalter für Kinder beträgt sechs Jahre. Die Tour verläuft teilweise über Stock und Stein, ist nicht barrierefrei und daher nicht für Kinderwagen geeignet. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung sowie Rucksackverpflegung und Erfrischungsgetränke.

Buchenwälder erscheinen Einwohnern Deutschlands und besonders Bewohnern des waldreichen Hessens als etwas ganz Alltägliches. Vor vier Jahren wurden fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland als UNESCO-Weltnaturerbe geadelt – auch Teilbereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Diese ausgewählten Buchenwälder bilden gemeinsam mit sechs Gebieten in der Ukraine und vier in der Slowakei das transnationale UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Was ist das Besondere an diesen Buchenwäldern, so dass die
ganze Welt auf sie schaut? Welche Rolle spielte die Rotbuche in der Geschichte Mitteleuropas? Was unterscheidet den Kellerwald von den Wäldern der anderen Welterbegebiete? Diese und zahlreiche weitere spannende Fragen können die Teilnehmer gemeinsam mit Ranger Uwe Liehr lösen, der während der Tour zahlreiche Spiele und Überraschungen für Groß und Klein bereithält.

Die Strecke verläuft meist auf Wildnis-Pfaden über Stock und Stein, zunächst entlang des Quernst-Pfades. Die Teilnehmer sehen immer noch Spuren, die der Sturm Kyrill hinterließ. Hier gibt es zahlreiche geworfene Fichten und Buchen, die den Sturmböen damals nicht standhalten konnten. Auf diesen Windwurfflächen entsteht eine neue Struktur: stehendes oder liegendes Totholz und unterschiedliche Lichtverhältnisse schaffen ganz neue Lebensräume. Die Natur besitzt eine faszinierende Dynamik. Ein wilder Wald voller Schönheit entsteht.
Und auch die Wildkatze, eine der seltensten Säugetierarten Deutschlands und seit 1934 streng geschützt, fühlt sich hier wohl. Nach über 60 Jahren ist dieser kleine graue Jäger auf leisen Pfoten in den Kellerwald zurückgekehrt. 

Im Anschluss gelangen die Wanderer zur Quernst-Kapelle. Bei gutem Wetter werden sie mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Im Norden lässt sich die Waldecker Tafel, auf der die Stadt Korbach erbaut wurde, entdecken. Die Berge des Kellerwaldes erstrecken sich im Osten, im Westen schauen die Teilnehmer bis zu den Höhenzügen des Rothaargebirges.
Der Route folgend, tauchen die Wanderer in den Ruhlauber ein. Dort bekommen sie einen Einblick in das UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“, zu dem mit ausgewählten Bereichen auch der einzige hessische Nationalpark gehört. An der Wolfsgrube können sie Spannendes über die grauen Gesellen erfahren. Über den Dreiherrenstein geht es zurück zum Ausgangspunkt.

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