| | |


Service
Boggel


Zum Inhalt

12.11.2014

Das doppelte Lottchen – 10 Jahre Nationalparks Kellerwald-Edersee und Eifel

Exkursion ins Reich der urigen Buchen mit Rangern aus beiden Großschutzgebieten

Bad Wildungen / Edertal-Bringhausen. Am Sonntag, 16. November, lädt Ranger Jörg Backhaus vom Nationalpark Kellerwald-Edersee zusammen mit seinem nordrhein-westfälischen Kollegen Andreas Engelke vom Nationalpark Eifel zu einer ganz besonderen Tour: Die beiden Ranger lassen die vergangenen zehn Jahre der beiden Nationalparks Revue passieren. Sie berichten von ihren Anfängen und der Entwicklung bis heute. Besonders reizvoll ist die Darstellung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Flora und Fauna.
 
Die dreieinhalbstündige Tour beginnt um 10:00 Uhr. Treffpunkt ist am Wanderparkplatz Kirchweg in Edertal-Bringhausen. Teilnehmer denken bitte an geeignete Garderobe und entsprechendes Schuhwerk sowie kleine Rucksackverpflegung. Die Teilnahme ist kostenfrei und keine Anmeldung erforderlich.
 
Eine erfolgreiche Dekade Nationalparks: Gründung, Aufbau, Konsolidierung in Hessen und Nordrhein-Westfalen
Beide Nationalparks wurden 2004 gegründet. Im zehnjährigen Jubiläumsjahr bieten beide Schutzgebietsverwaltungen besondere Führungen mit zwei Ran¬gern an, einem aus der Eifel und einem aus dem Kellerwald. Die Teilnehmer entdecken gemeinsam mit den Rangern die Schätze des hiesigen Nationalparks und erfahren darüber hinaus etwas über die Besonderheiten des „Bruder-Nationalparks“. Ranger Jörg Backhaus und Ranger Andreas Engelke begeben sich mit den Teilnehmern auf eine Reise in die Vergangenheit: Sie berichten über die Entstehungsgeschichte ihres jeweiligen Nationalparks und über bisher umgesetzte Projekte: Was hat sich in den ersten zehn Jahren verändert? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es? Spannende Fragen, die die Ranger gerne beantworten werden.
 
Hessisches Kleinod aus dem Nationalpark für die Welt
Die Tour führt die Teilnehmer auf der Bloßenbergroute entlang an Waldwiesen durch ein uriges Bachkerbtal, den so genannten Wieselohgraben, hinab zum Edersee. Können aufmerksame Beobachter Fährten von Wildtiere aufspüren?
An den Steilhängen des Bloßenbergs entdecken die Wanderer nicht nur Kleinfarne, sondern auch die Jahrtausende alten Polster der Pfingstnelken, die „Ururgrossmutter der Gartennelke“. Sie kommt weltweit nur in Mitteleuropa vor und ist als nacheiszeitliche Reliktpflanze eine seltene Kostbarkeit. Im Januar dieses Jahres wurde im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts Region Kellerwald daher ein zweiter Helikoptereinsatz zur Rettung der Pfingstnelke durchgeführt, bei dem Kiefern aus den Steilhängen entfernt und von einem Helikopter ausgeflogen wurden. Diese außergewöhnliche Maßnahme gehört zu den seltenen Fällen, in denen die Nationalparkverwaltung steuernd in ökologische Prozesse eingreift. Bereits auf über 90 Prozent der Fläche des hessischen Nationalparks gilt das Motto „ Natur Natur sein lassen“.
Entlang der Pfingstnelkenfluren in der Banfebucht wandern die Teilnehmer zum Fischhaus Banfe. Auf der Daudenbergroute geht es vorbei an Blockschutthalden und abwechslungsreichen Waldbildern zum Christians Eck. Dort eröffnet sich den Wanderern bei gutem Wetter ein wunderschöner Ausblick auf die Täler und Berge sowie das UNESCO-Weltnaturerbe des Nationalparks. An diesem Aussichtspunkt wird eine kleine Rast eingelegt zum Stärken aus der eigenen Rucksackverpflegung. Über den Fünfseenblick geht es zurück zum Ausgangspunkt.


Zurück zur Übersicht
powered by webEdition CMS