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17.10.2014

Einweihung des Nationalpark-Wanderparkplatzes Dinkelsburg in Edertal-Mehlen

Bad Wildungen. Am Mittwoch, 15. Oktober, weihten Vertreter der Gemeinde Edertal gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung den neu geschaffenen Wanderparkplatz Dinkelsburg in Edertal-Mehlen ein.
Der Nationalpark Kellerwald-Edersee bietet Naturliebhabern und Wanderern auf zahlreichen Wegen die Möglichkeit, das Reich der urigen Buchen zu entdecken. Auf den im Wegeplan ausgewiesenen Wegen und Pfaden ist die stille Erholung im Nationalpark für alle Besucher möglich - auf Schusters Rappen, hoch zu Ross oder auch auf dem Drahtesel. Vom neuangelegten Parkplatz Dinkelsburg starten die Rundwege Goldgräberpfad und Mehler Holz-Route.


Klaus Gier (Bürgermeister Gemeinde Edertal) weiht den Wanderparkplatz Dinkelsburg in Mehlen gemeinsam mit Jutta Seuring (stellvertretende Nationalparkleiterin) sowie Joachim Schmolt (Ortsvorsteher Mehlen) und Carsten Finke (Bauplaner) ein (v. l.). Daneben die Nationalpark-Ranger Oliver Obermann, Erhard Bemmann, Jochen Lückel und Mario Albus, die den Wanderparkplatz bauten, sowie Revierleiter Harald Wieck, der die Abstimmung mit dem Bauhof der Gemeinde Edertal koordinierte. Bildautor:  Nationalparkamt Kellerwald-Edersee  Abbildungsbeschreibung: Menschen vor Infotafeln in der NaturKlaus Gier (Bürgermeister Gemeinde Edertal) weiht den Wanderparkplatz Dinkelsburg in Mehlen gemeinsam mit Jutta Seuring (stellvertretende Nationalparkleiterin) sowie Joachim Schmolt (Ortsvorsteher Mehlen) und Carsten Finke (Bauplaner) ein (v. l.). Daneben die Nationalpark-Ranger Oliver Obermann, Erhard Bemmann, Jochen Lückel und Mario Albus, die den Wanderparkplatz bauten, sowie Revierleiter Harald Wieck, der die Abstimmung mit dem Bauhof der Gemeinde Edertal koordinierte. Bildautor: Nationalparkamt Kellerwald-Edersee
Naturschutz durch gezielte Besucherlenkung
Durch die gezielte Besucherlenkung im Nationalpark wird jederzeit auf die Sensibilität und Störempfindlichkeit von Tieren und Pflanzen Rücksicht genommen. Die Wanderparkplätze sind eine wichtige Verbindung zwischen dem ausgedehnten Wanderwegenetz, Wandersteigen und Radwegen. Die Besucher haben so die Möglichkeit von jeder Seite in den Nationalpark zu gelangen, um ihn so in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.
Daher wurde das Parkplatzsystem rund um den Nationalpark von bisher elf auf zwölf Wanderparkplätze aufgestockt. An jedem Parkplatz finden Besucher Infotafeln vor, die die von dort ausgehenden Rundwanderwege auf einer Karte darstellen und kurze Informationen zum Nationalpark selbst geben.
Kooperation zwischen Gemeinde Edertal und Nationalpark ein Er-folg
Klaus Gier, Bürgermeister Gemeinde Edertal freut sich sehr über den neuen Wanderparkplatz in seiner Gemeinde: „ Es ist bereits der fünfte Parkplatz, der in Kooperation zwischen der Gemeinde Edertal und dem Nationalpark gebaut wurde. Die Anlage fügt sich gut ins Landschaftsbild und die Besucher können ganz nah an den Nationalpark heranfahren. Dann kann hier direkt in die Natur per pedes gestartet und in die Waldwelten des Nationalparks eingetaucht werden.“ Die Pflege der Grünflächen übernimmt die Gemeinde Edertal. „So ist es wieder mal eine Win-Win-Gemeinschaft zwischen Nationalpark und Gemeinde“, führt der Bürgermeister aus.
Ortsvorsteher Joachim Schmolt findet die unmittelbare Nachbarschaft des Parkplatzes zur Grillhütte Dinkelsburg mit dem Spielplatz und einer Spielwiese sehr gelungen. „Der wunderschöne Blick ins Edertal ist ein guter Start für eine Wanderung in den Nationalpark.“
Architekt und Bauplaner Carsten Finke aus Altenlotheim plante das Eingangstor. Er hatte seinerzeit vor gut acht Jahren auch die Eingangstore in den Nationalpark entworfen. „Ich freue mich immer wieder, diese gelungene Einheit aus den Toren, den Eichenstelen und dem jeweiligen Parkplatz zu sehen. So hat jeder Parkplatz trotz seiner individuellen Lage und Gestaltung einen Wiedererkennungswert.“
Jutta Seuring, stellvertretende Nationalparkleiterin erläutert: „Der National-park dient in erster Linie dem Prozessschutz, Natur Natur sein lassen ist unser Motto. Ein weiterer Auftrag ist jedoch, das Gebiet der Bevölkerung und den Gästen der Region zu Bildungs- und Erholungszwecken zu erschließen. Daher ist die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur, zum Beispiel von Wanderparkplätzen, eine unserer vielen Aufgaben, die sich zugleich positiv auf den Tourismus und die Regionalentwicklung auswirkt.“

Gelungene Elemente im Wanderparkplatz-System des National-parks bieten hohen Wiedererkennungswert
Der Wanderparkplatz ist wie alle Wanderparkplätze des Nationalparks ein Ensemble, das aus drei Elementen besteht: Die beiden Eingangspforten, durch die mit dem Auto ein Stück weiter bis zum eigentlichen Parkplatz gefahren wird. Der Parkplatz selbst besteht aus acht Stellplätzen und einer Sitzgruppe mit Tisch. Ebenfalls dazu gehört das Wanderkarten- und Informationsschild sowie als drittes Element die drei Eichenstelen. Sie sind in einer imaginären Pfeil- bzw. Dreiecksformation – zwei links und rechts im Vordergrund, einer in der Mitte mit einigen Metern Abstand dahinter platziert – und weisen direkt so den Weg in den Nationalpark hinein.
Der Parkplatz ist ungefähr 50 Meter lang und großzügig angelegt. Zwischen den Parkbuchten und dahinter befinden sich Grünflächen. Damit passt er sich unauffällig in die Landschaft ein.

Der neu eingeweihte Wanderparkplatz Dinkelsburg in Mehlen.  Bildautor:  Nationalparkamt Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Autos auf einem ParkplatzDer neu eingeweihte Wanderparkplatz Dinkelsburg in Mehlen. Bildautor: Nationalparkamt Kellerwald-Edersee
Hintergrund:
Der Wanderparkplatz Dinkelsburg in Mehlen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Edertal, die das Grundstück stellt und pflegt sowie des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Der Bau wurde mit dem Bauhof der Gemeinde Edertal und der Werkstatt des Nationalparks realisiert. Die Bauzeit betrug ungefähr ein halbes Jahr.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 15.000 Euro und beinhalten alle geleisteten Arbeiten von der Planung über die Ausführung sowie inklusive der Material- und Personalkosten.
Das Steinmaterial Grau-Wacke kommt aus dem regionalen Steinbruch in Dainrode. Es sind ca. 300 Tonnen Stein verbaut worden.

Der Parkplatz ist Eingang zu folgenden Rundwanderwegen: Goldgräberpfad (7, 6 km Länge) und Mehler Holz-Route (6,3 km Länge).
Weitere Informationen zu den Wanderparkplätzen und Wanderwegen im Reich der urigen Buchen unter www.nationalpark-kellerwald-edersee.de.


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