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23.09.2014

„Bäume können sich nicht begegnen, aber Menschen!“

– eine philosophische Wanderung im Nationalpark

Bad Wildungen / Asel-Süd. Am Freitag, 3. Oktober, lädt National-park-Führerin Rita Wilhelmi zu einer dreieinhalb-stündigen Begegnung mit dem Urwald ein. Die etwa acht Kilometer lange Wanderung durch den Nationalpark steht unter dem Motto „Bäume können sich nicht begegnen, aber Menschen – Begegnung mit dem Urwald”.
Treffpunkt ist um 13:30 Uhr die Urwaldsteig-Infotafel im Wendehammer in Asel-Süd. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei und gutes Schuhwerk Voraussetzung.

Birnen-Stäublinge – typische Buchenwald-Zersetzer auf liegenden Stämmen, hier am Fuße des Arensbergs. Foto: Rita Wilhelmi Abbildungsbeschreibung: Birnen-StäublingeBirnen-Stäublinge – typische Buchenwald-Zersetzer auf liegenden Stämmen, hier am Fuße des Arensbergs. Foto: Rita Wilhelmi
Nationalpark-Führerin Rita Wilhelmi wird gemeinsam mit den Teilnehmern den Wahrheitsgehalt dieses afrikanischen Sprichwortes überprüfen: Begegnen sich Bäume wirklich nicht? In welcher Beziehung stehen sie zueinander? Sind sie durch verwandtschaftliche Bande miteinander verbunden oder stehen sie in Konkurrenz zueinander?

Wann ist ein Wald ordentlich?
Rita Wilhelmi wandert mit den Teilnehmern von Asel-Süd über den Bärenbach zu den Urwaldrelikten der Wooghölle. Diese bewaldeten Steilhänge wurden zu keiner Zeit vom Menschen forstwirtschaftlich genutzt. Daher präsentieren sich den Wanderern an dieser Stelle, die auch zu der UNESCO-Weltnaturerbefläche des Nationalparks Kellerwald-Edersee gehört, Waldbilder von beeindruckender Ursprünglichkeit. Mächtige Ahornbäume und mehrstämmige Linden in den Schluchten wechseln mit bizarren Buchengestalten auf den Felsvorsprüngen. Weitere spannende Fragen, die Rita Wilhelmi gemeinsam mit den Wanderern erörtern wird, sind: Was macht einen Urwald aus? Wann ist ein Wald „ordentlich"? Ist vielleicht der „wilder werdende Wald“ einer der ordentlichsten, weil er sich natürlich und vom Menschen unbeeinflusst entwickeln kann?

Von dort geht es wieder hinab ins Banfetal und auf dem Seeuferweg zurück zum Ausgangspunkt. Immer wieder bieten sich Ausblicke auf den grünlich schimmernden Edersee und herbstlich gefärbten Wald.
Die Wanderer begegnen auf dieser Tour nicht nur dem Wald als Gesamtheit, sondern lernen darüber hinaus einzelne Baumgestalten kennen, beispielsweise eine Drillingsfichte oder eine uralte und hohle Buche.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen des Nationalparks und zum Nationalpark selbst unter: www.nationalpark-kellerwald-edersee.de


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