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04.08.2014

Verborgene Schätze im Nationalpark

– von wilden Rittersleut zum UNESCO-Weltnaturerbe

Bad Wildungen/ Edertal-Bringhausen. Am Sonntag, den 3. August, lädt Nationalpark-Führerin Iris Dorn-Fehr zu einer besonderen Entdeckungsreise durch den Nationalpark ein. Die dreistündige Wanderung steht ganz im Zeichen verborgener Schätze. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Nationalpark-Wanderparkplatz Kirchweg bei Bringhausen. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk sowie Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Nationalpark Kellerwald-Edersee:   Der Wanderweg in der Banfebucht gewährt wunderschöne Ausblicke auf Edersee und das UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark Kellerwald-Edersee.  Abbildungsbeschreibung: EderseeuferNationalpark Kellerwald-Edersee: Der Wanderweg in der Banfebucht gewährt wunderschöne Ausblicke auf Edersee und das UNESCO-Weltnaturerbe im Nationalpark Kellerwald-Edersee.
Christianseck, Jungfernburg und Pochwerk am Kessbach sind unbekannte Zeugen der Vergangenheit im Nationalpark. Die Tour führt die Teilnehmer vom Treffpunkt über den Wieselohgraben hinab zum Edersee, zur Banfe und über das Christianseck mit schönem Aussichtspunkt und Blick auf das UNESCO-Weltnaturerbe zurück Ausgangspunkt. Auf der Wanderung nimmt Iris Dorn-Fehr die Wanderer mit auf eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit. Sie berichtet nicht nur von wilden Rittersleut und alten Mühlen im Kellerwald, sondern begibt sich mit den Teilnehmern auch auf die Suche nach dem vergangenen Leben auf der Jungfernburg. Welche Spuren lassen sich dort finden? Nach einem weiten Bogenschlag zurück in die Gegenwart verrät die Nationalpark-Führerin, was die deutschen Buchenwälder auszeichnet und was sie zu etwas ganz Besonderem macht. Warum wurden ausgewählte Flächen des einzigen hessischen Nationalparks als Teilgebiet des transnationalen UNESCO-Weltnaturerbes „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ anerkannt?



Anlässlich des diesjährigen Jubiläums zum zehnjährigen Bestehen des Nationalparks Kellerwald-Edersee wurden zehn Land-Art-Objekte im Nationalpark installiert und zum Warzenbeißer Kunstweg vereint. Dieser verläuft größtenteils auf der Bloßenbergroute. Die Teilnehmer der Tour am 3. August erleben daher auch den erst vor zwei Monaten eröffneten Kunstweg.  www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/de/service/aktuelles/mitteilungen/  => Eröffnung des Warzenbeißer Kunstwegs 10.05.2014 Abbildungsbeschreibung: Warzenbeißer KunstwegAnlässlich des diesjährigen Jubiläums zum zehnjährigen Bestehen des Nationalparks Kellerwald-Edersee wurden zehn Land-Art-Objekte im Nationalpark installiert und zum Warzenbeißer Kunstweg vereint. Dieser verläuft größtenteils auf der Bloßenbergroute. Die Teilnehmer der Tour am 3. August erleben daher auch den erst vor zwei Monaten eröffneten Kunstweg. www.nationalpark-kellerwald-edersee.de/de/service/aktuelles/mitteilungen/ => Eröffnung des Warzenbeißer Kunstwegs 10.05.2014
Hintergrund:
„Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“
Sommergrüne Laubwälder erstrecken sich fast ausschließlich auf die nördliche Halbkugel. Die Rotbuche, Fagus sylvatica, kommt jedoch ausschließlich in Europa vor. Es ist weltweit ein einzigartiger Vorgang, dass die Rotbuche als einzelne Baumart im Zuge eines sogar noch andauernden (!) ökologischen Prozesses die Wald- und Ökosystembildung weiter Teile eines ganzen Kontinents bestimmt. Diese Dominanz hat sich seit der letzten Eiszeit innerhalb von wenigen Jahrtausenden entwickelt – einer geologisch wie evolutionär gesehen extrem kurzen Zeitspanne. Gegenwärtig zeigt insbesondere Deutschland innerhalb Europas markant den ungebrochenen Prozess, der einen Kontinent prägt.
Weitere hervorragende europäische Buchenwaldgebiete sollen im Rahmen einer seriellen Erweiterung folgen. Damit soll das Abbild des andauernden ökologischen Prozesses und der außergewöhnlichen biologischen Vielfalt der europäischen Buchenwälder in den unterschiedlichen biogeografischen Regionen vervollständigt werden.
Zu den „Alten Buchenwälder Deutschlands“ zählen ausgewählte Bereiche der Nationalparks Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, des Nationalparks Hainich in Thüringen, des Nationalparks Kellerwald-Edersee in Hessen und der Grumsin im brandenburgischen UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Sie bilden die unterschiedlichen Buchenwaldtypen Deutschlands ab – von den Mittelgebirgen bis zur Küste. Außerdem beherbergen sie zusammen mehr als zwei Drittel derjenigen Waldpflanzenarten, deren Weltverbreitung auf Europa konzentriert ist.
Der Kellerwald weist die besten und ausgedehntesten bodensaurern Buchenwälder des Mittelgebirges über Schiefer und Grauwacke auf. Seine Wälder zeichnen sich durch ihre Naturnähe und einen überdurchschnittlich hohen Altholzanteil mit Urwaldrelikten aus. 18 von 22 in Hessen vorkommenden Fledermausarten, sieben von zehn mitteleuropäischen Spechtarten, Urwaldzeiger wie der Pilz Ästiger Stachelbart sowie der Veilchen blaue Wurzelhalsschnellkäfer und die Pfingstnelke als Eiszeitrelikt belegen den Strukturreichtum dieser alten Wälder. Die Weltnaturerbefläche im Nationalpark Kellerwald-Edersee ist 1467 Hektar groß.
www.nationalpark-kellerwald-edersee.de und www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de



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