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08.08.2014

Spaziergang

Naturmeditation in der Heide

Bad Wildungen/ Frankenau-Altenlotheim. Am Mittwoch, 20. August, lädt die ehrenamtliche Nationalpark-Führerin Iris Kamm alle Naturfreude ein, sie auf einem dreieinhalbstündigen, besinnlichen Spaziergang in den Nationalpark zu begleiten. Bei diesem Streifzug in die Heideflächen wird der Alltag für ein paar Stunden hinter sich gelassen. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Altenlotheim (Koppe) in Altenlotheim. Teilnehmer denken bitte an geeignetes Schuhwerk und Wetter angepasste Kleidung, ggf. Sonnenschutz und Erfrischungsgetränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Die Heide steht in voller Blüte. Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: HeidekrautDie Heide steht in voller Blüte. Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Die Heidelandschaft bei Altenlotheim lädt mit ihrem alten Baumbestand und Wacholder zu einem besinnlichen Spaziergang ein. Momente zur inneren Einkehr vom Alltag und seinen Aktivitäten stellen sich ein.
Darüber hinaus hat die Pflanzenkundlerin Kamm für die Interessierten manch´ unbekannte Information über die ein oder andere Pflanze am Wegesrand.

Hintergrundinformationen zur Heide:
Das Besondere an der Landschaft um Altenlotheim ist die außergewöhnlich hohe Zahl an verschiedenen Heidetypen. So gibt es die Wacholderheide, die Heide, die viele aus der Lüneburger Heide kennen. Doch auch der Borstgrasrasen auf dem Fahrentriesch ist eine Art Heide, ebenso wie der Silikatmagerrasen auf der Koppe und die Heidelbeerheide. Allen gemeinsam ist die Entstehungsgeschichte. Heiden sind vom Menschen und seinen Haustieren geformte ehemalige Waldflächen. Schafe und Ziegen, die die "Kühe des kleinen Mannes" waren, wurden auf diese Fläche getrieben und haben den Aufwuchs von Wald verhindert. Übrig geblieben sind die Wacholderbüsche, die den Schafen und Ziegen nicht schmeckten und das Heidekraut, das den Verbiss durch die Tiere ausgehalten hat. Auf diesen Flächen haben sich viele Tierarten des Freilandes optimal entwickelt und sind heute Raritäten. Zu ihnen gehören Reptilien, Vögel, Wanzen, Bienen und eine Unzahl angepasster weiterer Pflanzen bis hin zu Orchideen. Aus diesem Grund werden die Flächen auch heute noch gepflegt, regelmäßig mit Schafen beweidet und auch ab und zu von Baum- und Strauchwuchs befreit.


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