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07.07.2014

Kraft der Heilpflanzen in der Dämmerung

Bad Wildungen/ Edertal-Gellershausen. Am Freitag, 11. Juli, lädt die ehrenamtliche Nationalparkführerin Annerose Schmid alle Pflanzenfreunde ein, sie auf einer dreistündigen Abendwanderung in den Nationalpark zu begleiten. Bei dieser Wanderung werden heimische Wild- und Heilkräuter gezeigt und ihre Wirkung beschrieben. Der informative Spaziergang ist für Familien mit Kindern geeignet, die drei Stunden laufen können, aber nicht barrierefrei. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr am Wanderparkplatz Heinrichshütte, Edertal-Gellershausen und führt über Kleinern auch wieder dorthin zurück. Teilnehmer denken bitte an geeignetes Schuhwerk und Wetter angepasste Kleidung, ggf. Sonnenschutz und Getränke. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme kostenfrei.

Der Blutwurz wirkt stark zusammenziehend, austrocknend und entzündungshemmend. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee   Abbildungsbeschreibung: Blutwurz im GrasDer Blutwurz wirkt stark zusammenziehend, austrocknend und entzündungshemmend. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Über Jahrtausende gehörte das Wissen über die Kraft der Pflanzen zum Alltagswissen der Menschen. Dafür zu sensibilisieren und das Wissen zurück in den Alltag zu holen sind die erklärten Ziele von Pflanzenkundlerin Annerose Schmid. „Durch die Lebensumstände legen wir unser Augenmerk leider viel zu selten auf das, was die Natur uns bietet. Diesen Blickwinkel wollen wir mit diesem Spaziergang ändern“, so Schmidt. 

Was mir zur Seite steht
Unscheinbare Bewohner am Wegesrand – jeder glaubt sie zu kennen und weiß doch wenig über sie. Ein Staunen darüber, welche Heilkräfte ihnen inne wohnen, will Annerose Schmidt in Wissen verwandeln, so dass vielleicht das ein oder andere Kräutlein – über den Kauf in der Apotheke – den Weg in die Hausapotheke findet. So sind vielleicht das Johanniskraut etwas bekannter als das Mädesüß, die Königskerze ob ihrer kosmetischen Wirkungen beliebter als der nicht unbedeutende Heuschnupfenerreger Beifuß. Der abwechslungsreiche Streifzug mit Annerose Schmid durch die heimische Heilflora führt am Tannentriesch vorbei, wo z. B. auch der giftige Fingerhut blüht, und durch die Waldlandschaft des Nationalparks Kellerwald-Edersee. „Jeder Ort hat seinen unverwechselbaren Charakter, jede Pflanze ihre besonderen Wirkungen“, freut sich die kräuterkundige Annerose Schmid.


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