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22.05.2014

Juwel im Fels

Exkursion zu den Pfingstnelkenfluren im Nationalpark


Bad Wildungen/Edertal-Bringhausen. An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, den 29. Mai, lädt Ranger Hermann Bieber alle Pflanzenliebhaber ein, ihn auf einer dreistündigen Wanderung in den Nationalpark zu begleiten. Höhepunkt dieser Tour sind die Steilhänge am Bloßenberg, an denen die seltene und stark bedrohte Pfingstnelke, die „Ururgrossmutter der Gartennelke“, zu finden ist. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Kirchweg in Edertal-Bringhausen. Teilnehmer denken bitte an geeignetes Schuhwerk. Keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Neben der Pfingstnelke gibt es jedoch auch zahlreiche andere Vertreter der krautigen Pflanzen zu entdecken, beispielsweise die Astlose Graslilie. Ranger Hermann Bieber verrät den Teilnehmern gerne, wie sie den Braunen vom Nordischen Streifenfarn unterscheiden können. Was können aufmerksame Augen noch alles am scheinbar unwirtlichen Fels entdecken?

Die Tour steht ganz im Zeichen des Lebensraumes Fels. Tag und Nacht, zu allen Jahreszeiten ist er stets wechselnden Extremen ausgeliefert; großer Hitze im Sommer, Kälte und frostigen Winden im Winter. Mögliche Bewohner sind diesen Extremen ebenfalls ausgesetzt. Hinzu kommt, dass sie auf diesem steinigen Untergrund nur wenige Nährstoffe vorfinden. Die Pflanzen, die sich hier angesiedelt haben, sind beeindruckende Spezialisten am Fels.
Auf dem Rundwanderweg folgen die Wanderer ausgehend vom Wanderparkplatz Kirchweg der Bloßenbergroute und in Teilen dem Urwaldsteig. Am Eingang des Nationalparks können aufmerksame Beobachter einen besonderen Lebensraum entdecken, einen Magerrasen. Weiter geht es auf dem Urwaldsteig entlang der Märchenwiese und dem sogenannten Schweinewald, einem alten Eichenhutewald. Die Wanderer folgen dem Wieslohgraben und gelangen so hinab zum Edersee und in die Banfebucht. Begleitet werden sie dabei von einem kleinen Bach, der über bemooste Grauwackeblöcke ins Tal fließt. Den Teilnehmern eröffnen sich traumhafte Ausblicke. Das Blau des Edersees setzt einen Kontrast zu den zahlreichen Grüntönen des Blätterdachs, die grauen Felsen und die verschiedenen Pflanzenarten mit ihren Blüten setzen farbliche Akzente am Wegesrand; ein unvergessliches Naturerlebnis. Auf dem Rückweg passiert die Gruppe das Fischhaus Banfe und gelangt über einen steilen, aber gut begehbaren Pfad wieder zum Ausgangspunkt.

Die Teilnehmer dürfen gerne Bestimmungsbücher mitbringen. Ranger Hermann Bieber wird zeigen, dass der Umgang damit kein großes Geheimnis ist, und jeder mit ein bisschen Übung den Namen eines Farns, eines Mooses, einer Flechte oder eines „Krauts“ herausfinden kann.


Bildunterschrift: Die Ausstellung des Nationalparks Kellerwald-Edersee wird noch bis zum 30. Mai in der Tourist-Info Innenstadt zu sehen sein. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: AusstellungBildunterschrift: Die Ausstellung des Nationalparks Kellerwald-Edersee wird noch bis zum 30. Mai in der Tourist-Info Innenstadt zu sehen sein. Bildautor: Nationalpark Kellerwald-Edersee
Hintergrund:
Die Hainsimsen-Buchenwälder des Nationalparks Kellerwald-Edersee zeichnen sich durch ihre Naturnähe und einen überdurchschnittlich hohen Altholzanteil mit Urwaldrelikten aus. Rund die Hälfte der Bäume im heutigen Nationalpark ist über 120 Jahre alt. Auf mehr als 1.000 Hektar sind die Buchenwälder mehr als 160, teilweise  sogar bis zu 260 Jahre alt. Der Kellerwald wird geprägt durch die bodensauren Buchenwälder des Mittelgebirges auf Schiefer und Grauwacke. An Felssteilhängen und Blockschutthalden erreicht die Buche hier ihre natürliche Waldgrenze und bildet bizarr gewachsene Baumgestalten.
Urige Wälder auf Bergkuppen und in Schluchten, über 1.000 reinste Quellen und Bäche sowie ruhige Waldwiesentäler bilden wertvolle Lebensräume und sind die Schätze des Nationalparks.
Wer den Nationalpark nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich einem Ranger anschließen. An allen Wochenenden finden Rangertouren in den Nationalpark statt – zu Fuß, auf dem Fahrrad und dem Planwagen und mitunter auch bei Nacht. Erlebnistage im WildtierPark Edersee oder im BuchenHaus mit seiner WildnisSchule, Führungen durch das NationalparkZentrum Kellerwald oder das jährliche Heideblütenfest  runden das vielfältige Veranstaltungsangebot ab.
Die rund 40 Nationalpark-Partnerbetriebe sind eine gute Adresse zum Speisen, Übernachten und Wohlfühlen.

Tourist Information Innenstadt                                         Wilhelmsstraße 23, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9.00 bis 18.00 Uhr   
Telefon: +49 (0)561 70 77-07, Telefax: +49 (0)561 70 77-169,
info@kassel-marketing.de



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