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28.04.2014

10 Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee und Nationalpark Eifel

Exkursion ins Reich der urigen Buchen mit Rangern aus beiden Großschutzgebieten

Bad Wildungen/ Edertal-Bringhausen. Am Sonntag, den 11. Mai, laden Ranger Uwe Liehr und sein nordrhein- westfälischer Kollege Bernd Wiesen zu einer gemeinsamen dreieinhalbstündigen Exkursion in den hessischen Nationalpark ein. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Wanderparkplatz Kirchweg bei Edertal-Bringhausen. Es ist keine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Wanderer denken bitte an wetterangepasste Kleidung, festes Schuhwerk sowie Rucksackverpflegung.

Beide Nationalparks wurden 2004 gegründet. Im zehnjährigen Jubiläumsjahr bieten beide Schutzgebietsverwaltungen besondere Führungen mit zwei Rangern an, einem aus der Eifel und einem aus dem Kellerwald. Die Teilnehmer entdecken gemeinsam mit den Rangern die Schätze des hiesigen Nationalparks und erfahren darüber hinaus etwas über die Besonderheiten des „Bruder-Nationalparks“. Ranger Uwe Liehr und Ranger Bernd Wiesen begeben sich mit den Teilnehmern auf eine Reise in die Vergangenheit und berichten über die Entstehungsgeschichte ihres Nationalparks und über bisher umgesetzte Projekte. Was hat sich in den ersten zehn Jahren verändert?  Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es? Spannende Fragen, die die Ranger gerne beantworten werden.

Die Tour führt die Teilnehmer auf der Bloßenbergroute entlang an Waldwiesen durch ein uriges Bachkerbtal, den sog. Wieselohgraben, hinab zum Edersee. Können aufmerksame Beobachter Fährten von Wildtiere aufspüren? 
An den Steilhängen des Bloßenbergs entdecken die Wanderer nicht nur Kleinfarne, sondern auch die Jahrtausende alten Polster der Pfingstnelken, die „Ururgrossmutter der Gartennelke“. Sie kommt weltweit nur in Mitteleuropa vor und ist als nacheiszeitliche Reliktpflanze eine seltene Kostbarkeit. Im Januar dieses Jahres wurde im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts Region Kellerwald daher ein zweiter Helikoptereinsatz zur Rettung der Pfingstnelke durchgeführt, bei dem Kiefern aus den Steilhängen entfernt und von einem Helikopter ausgeflogen wurden. Diese außergewöhnliche Maßnahme gehört zu den seltenen Fällen, in denen die Nationalparkverwaltung steuernd in ökologische Prozesse eingreift. Bereits auf über 90 Prozent der Fläche des hessischen Nationalparks gilt das Motto „ Natur Natur sein lassen“.
Entlang der Pfingstnelkenfluren in der Banfebucht wandern die Teilnehmer zum Fischhaus Banfe. Auf der Daudenbergroute geht es vorbei an Blockschutthalden und abwechslungsreichen Waldbildern zum Christians Eck. Dort eröffnet sich den Wanderern ein wunderschöner Ausblick auf die Täler und Berge sowie das UNESCO-Weltnaturerbe des Nationalparks. An diesem Aussichtspunkt wird eine kleine Rast eingelegt, in der die Teilnehmer sich an ihrer Rucksackverpflegung stärken können. Über den  Fünfseenblick geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Die nächsten Touren im hiesigen Nationalpark mit einem Ranger aus der Eifel und dem Kellerwald finden statt am: Sonntag, den 07.09.2014, Sonntag, den 16.11.2014.


Bei gleich bleibend warmer Witterung können die Teilnehmer mit etwas Glück bereits am 11. Mai die ersten erblühenden Pfingstnelken entdecken.



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