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07.11.2013

Französische Delegation

Französische Delegation im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Bad Wildungen. In Frankreich soll 2017 in den Regionen Champagne und Burgund ein 220.000 Hektar großer Nationalpark mit hohen Waldanteilen ausgewiesen werden. Im Oktober besuchte eine französische Delegation den hessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee, um sich über dessen Entstehungsgeschichte, den Organisationsaufbau und die vielfältigen Aufgaben der Nationalparkverwaltung sowie über die Bildungseinrichtungen und die zahlreichen Veranstaltungsangebote zu informieren.

Die französische Delegation war sehr an den bisherigen Entwicklungen im Nationalpark Kellerwald-Edersee interessiert. Der gegenseitige Austausch war sehr produktiv.    Bildautor: GIP du futur Parc national des forêts de Champagne et Bourgogne Abbildungsbeschreibung: Die französische Delegation im NLPDie französische Delegation war sehr an den bisherigen Entwicklungen im Nationalpark Kellerwald-Edersee interessiert. Der gegenseitige Austausch war sehr produktiv. Bildautor: GIP du futur Parc national des forêts de Champagne et Bourgogne
Die achtzehnköpfige Delegation war beeindruckt von dem bisher Erreichten im mit neun Jahren noch jungen hessischen Nationalpark (Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbestätte, Bildungseinrichtungen wie dem NationalparkZentrum Kellerwald, WildtierPark Edersee und BuchenHaus, ausgebautes Wanderwegenetz,…). Die Mitglieder der Delegation haben große Pläne und zahlreiche Ideen für ihr eigenes Schutzgebiet und dessen nachhaltige Entwicklung. Daher war der gegenseitige Austausch sehr produktiv und soll künftig fortgeführt werden.

Die Delegation besuchte zunächst die Nationalparkverwaltung in Bad Wildungen. Dort wurden sie herzlich von Nationalparkleiter Manfred Bauer empfangen und kurz in die Historie des hessischen Großschutzgebiets eingeführt. Das Interesse der Zuhörer war sehr groß, so dass im Anschluss eine lebhafte Diskussion geführt und zahlreiche Fragen gestellt wurden.
Es folgte eine Führung durch Ranger Uwe Liehr im BuchenHaus mit WildnisSchule sowie ein kurzer Rundgang durch den WildtierPark Edersee. Danach ging es auf der Hagensteinroute zu einer Exkursion in den Nationalpark. Besonders gut gefiel den Teilnehmern der Brückengrundsteig mit seinem ausgeprägten Wildnischarakter. Ein Besuch der Erlebnisausstellung im NationalparkZentrum Kellerwald durfte selbstverständlich nicht fehlen. Am späten Abend reiste die Delegation weiter in Richtung Nationalpark Hainich.

Hintergrund:
In Frankreich liegen die zehn bereits existierenden Laubwaldnationalparks entweder in der Nähe des Meeres oder in den Bergen. Der geplante Nationalpark im Nordosten Frankreichs wäre der erste im Flachland. Über die Hälfte der 220.000 Hektar sind bewaldet mit Rotbuchen, Eichen, Hainbuchen, Ahorn, Linden, Erlen und Eschen.

Rund 25.000 Einwohner leben in dem rund 220.000 Hektar umfassenden Areal des geplanten Nationalparks. Nachhaltige Forst- und Landwirtschaft werden auch nach Schutzgebietsausweisung weiterhin möglich sein, ein nachhaltiger Tourismus soll ausgebaut werden.

Nach deutscher Definition im Bundesnaturschutzgesetz handelt es sich bei dem Gebiet daher eher um ein  Biosphärenreservat, das Prozessschutz in einer Kernzone und nachhaltige regionale Entwicklung sowie die Nutzung natürlicher Rohstoffe in Randzonen miteinander verbindet.



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