| | |


Service
Boggel


Zum Inhalt

03.09.2013

Mit den Forschern unterwegs

Fließgewässer im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Bad Wildungen/ Edertal-Bringhausen. Am Sonntag, 8. September, laden Prof. Dr. Ulrich Braukmann und Diplombiologin Julia Wrede von der Universität Kassel gemeinsam mit Nationalparkmitarbeiter Bernd Schock zu einer besonderen Exkursion in den Nationalpark ein. Im Focus der dreistündigen Führung stehen die Fließgewässer des Schutzgebiets, die sowohl wertvolle und sehr sensible Ökosysteme als auch spannende Forschungsobjekte sind. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr der Wanderparkplatz Kirchweg in Bringhausen. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bis zum Freitag, den 6. September, bis 12:00 Uhr gebeten. Teilnehmer denken bitte an festes Schuhwerk.
Die Bäche im Nationalpark Kellerwald-Edersee zeichnen sich durch überdurchschnittliche Strukturvielfalt  und hohe Gewässergüte aus. In Expertenkreisen haben sie dadurch Referenzcharakter für andere Mittelgebirgsregionen mit ähnlichen hydrogeologischen Voraussetzungen.

Im Focus der Exkursion stehen Ökologie und Zustand der Nationalparkbäche. Außerdem werden Einblicke in die Tierwelt der  Fließgewässer gegeben. So sind beispielsweise die Lebensräume von Feuersalamander oder Wasseramsel eng an natürliche Bachläufe mit sauberem Wasser gebunden.

Die 5 km lange Tour bietet Wanderbegeisterten Antworten auf zahlreiche spannende Fragen: Was verstehen Wissenschaftler unter Gewässerökologie? Wie werden Güte und Zustand einzelner Gewässer erfasst? Welche Strukturen und Bachorganismen gibt es im Nationalpark Kellerwald-Edersee?

Prof. Dr. Ulrich Braukmann und Diplombiologin Julia Wrede vom Fachgebiet Gewässerökologie und Gewässerentwicklung der Universität Kassel werden die verschiedenen Forschungsarbeiten an den Nationalparkbächen vorstellen. Die Universität Kassel ist bereits seit vielen Jahren Kooperationspartner des Großschutzgebiets. Derzeit arbeitet die Universität an einem Projekt, mit dem mögliche Auswirkungen durch einen Klimawandel auf die Fließgewässergemeinschaften der Nationalparkbäche untersucht werden sollen.

Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer etwas über die Gewässerrenaturierungsmaßnahmen, die im Rahmen des  Naturschutz-großprojektes Kellerwald-Region u. a. auch im Keßbachtal durchgeführt wurden. Träger des ersten Naturschutzgroßprojektes in Hessen ist der Naturpark Kellerwald-Edersee.

Interessierte Teilnehmer können mit Bernd Schock, der im Nationalparkamt im Sachgebiet Forschung, Naturschutz und Planung arbeitet, auch andere aktuelle Forschungsprojekte im Nationalpark diskutieren.

Neben alternden und skurrilen Baumriesen bietet das Reich der urigen Buchen zahlreiche Naturphänomene, die entlang der 5 km langen Route zu spannenden Entdeckungen und Diskussionen einladen.   Natürlich dürfen auf einer Führung im Nationalpark Informationen zum Weltnaturerbe nicht fehlen. Nationalparkmitarbeiter Bernd Schock erklärt gerne, was das Besondere an den Buchen im Kellerwald ist, dass die ganze Welt auf sie schaut.

Zurück zur Übersicht
powered by webEdition CMS