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25.06.2013

Fischotternachwuchs

Erneuter Fischotternachwuchs im WildtierPark Edersee

Bad Wildungen/ Edertal-Hemfurth. Am 16. April brachte bereits zum zweiten Mal Fischotterdame Finchen in ihrem Bau drei Junge zur Welt. Seitdem verbrachten die drei kleinen Otter die Zeit in der  sicheren Wurfhöhle. Seit kurzem können die Besucher des WildtierParks Edersee beobachten, wie die drei neugierig beginnen, ihre nähere Umgebung  zu erkunden.

Der zwei Monate alte Fischotternachwuchs im WildtierPark Edersee, Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Fischotter
Im Jahr 2011 gab es erstmalig Fischotternachwuchs. WildtierPark-Leiter Albert Hernold freut sich sehr, dass es erneut Nachwuchs gibt: „Unsere Fischotter sind von je her ein Besuchermagnet. Durch die drei Jungtiere wird dies noch gesteigert.“
Beim Nachwuchs handelt es sich um drei weibliche Fischotter. In Kürze werden sie von Albert Hernold ihre Namen bekommen.

WildtierPark-Leiter Albert Hernold hat leider auch eine traurige Nachricht: „Unser Fischotterrüde Otto und Vater des Nachwuchses verstarb trotz intensiver tierärztlicher Betreuung leider am 11. Juni. Wir vermuten, dass Otto an Nierensteinen erkrankt war. Das endgültige Untersuchungsergebnis steht noch aus. Wir werden uns in den nächsten Monaten um ein neues Fischottermännchen bemühen“.

Hintergrund:

Im Jahr 2005 zogen die Fischotterdamen, Jule und Finchen in das gerade erst fertig gestellte Gehege in den WildtierPark Edersee ein. 2009  folgte ein männlicher Artgenosse: Otto. Nationalparkverwaltung und Besucher hofften gleichermaßen auf baldigen Nachwuchs, der sich erstmalig 2011 einstellte, und im Alter von 16 Monaten an einen anderen Wildpark verkauft wurde.
Der Fischotter gehört zur Familie der Marder. Er wird auch Fluß- oder Landotter oder Fischmarder genannt. Noch vor zwei Jahrhunderten wurde er, ebenso wie der Biber, dem „Fischreich“ zugeordnet und sein Fleisch in der Fastenzeit verspeist.

Der Fischotter kommt in ganz Europa und Asien vor. In Deutschland wurde er nahezu ausgerottet. Vereinzelt kommt er u.a. in Niedersachsen, Bayern, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vor. Der starke Rückgang der Populationen lässt sich auf veränderte Biotope und die Verunreinigung von Bächen und Flüssen zurückführen, wodurch ihm die Lebensgrundlagen entzogen werden.
Der Bau besteht aus einer Haupthöhle, die mit Laub und trockenem Gras ausgepolstert wird und oberhalb des Wasserspiegels liegt. Durch einen Landausgang, der auch als Notausgang genutzt werden kann, wird die Höhle mit Luft versorgt. Der Haupteingang liegt jedoch ca. einen halben Meter tief unter Wasser.

Die Tragzeit bei den Ottern beträgt ca. neun Wochen. Die Jungen kommen behaart zur Welt.
Freilebende Fischotter können bis zu 16 Jahre alt werden, in Gehegen werden sie bis zu 20 Jahre.

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