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19.06.2013

Wilde Katze im wilden Wald

Erstmalig Führung in deutscher Gebärdensprache

Bad Wildungen/ Vöhl-Herzhausen. Am Samstag, den 22. Juni, laden Nationalparkführerin Rita Wilhelmi und Gebärdensprache-Dolmetscherin Gisela Möhn zu einer besonderen Wanderung in den Nationalpark ein. Erstmalig wird eine Führung in deutscher Gebärdensprache im Nationalpark Kellerwald-Edersee angeboten. Die vierstündige Tour steht im Zeichen der Wildkatze, die in der Kellerwald-Region als ausgestorben galt und nach über 60 Jahren auf leisen Pfoten zurückkehrte. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr das NationalparkZentrum Kellerwald, Weg zur Wildnis 1 in Vöhl-Herzhausen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird bis Freitag, den 21. Juni, 15:00 Uhr unter 05621-75249-0 gebeten. Die Route erfordert festes Schuhwerk.

Die Tour führt die Wanderer über Hagensteinroute und Brückengrundsteig zurück zum Ausgangspunkt.  Besonders beeindruckend sind die Urwaldrelikte mit ihren bizarren und urtümlichen Formen, die jedes „Fotografenherz“ höher schlagen lassen. Auf dem Brückengrundsteig begegnen die Wanderer der werdenden Wildnis im Nationalpark hautnah.  Foto: Nationalparkamt Kellerwald-Edersee Abbildungsbeschreibung: Eine Gruppe von Wanderern im Wald auf einem Weg. Links und rechts befinden sich Bäume.Die Tour führt die Wanderer über Hagensteinroute und Brückengrundsteig zurück zum Ausgangspunkt. Besonders beeindruckend sind die Urwaldrelikte mit ihren bizarren und urtümlichen Formen, die jedes „Fotografenherz“ höher schlagen lassen. Auf dem Brückengrundsteig begegnen die Wanderer der werdenden Wildnis im Nationalpark hautnah. Foto: Nationalparkamt Kellerwald-Edersee
Nationalparkführerin Rita Wilhelmi und Gebärdensprache-Dolmetscherin Gisela Möhn begeben sich mit den Teilnehmern auf die Spuren der Wildkatze. Woran können Nationalparkbesucher erkennen, ob sie einen streunenden „Stubentiger“ oder mit viel Glück eine Wildkatze beobachtet haben? Warum fühlt sich die heimliche Waldbewohnerin in der werdenden Wildnis des Großschutzgebietes so wohl? Und welche Bewandtnis haben mit Baldrian getränkte Holzstöcke im Nationalpark? Spannende Fragen, denen die beiden ehrenamtlichen Führerinnen gemeinsam mit den Teilnehmern nachgehen werden.
Außerdem haben sie Spiele vorbereitet, die den Lebensraum einer Wildkatze verdeutlichen oder erklären, warum diese Waldbewohnerin selten von Wanderern beobachtet werden kann. Die Spiele bereiten viel Freude und sind auch für erwachsene Teilnehmer geeignet.

Die Tour eignet sich für Hörende und Nichthörende, da das gesprochene Wort übersetzt wird bzw. Anmerkungen der Teilnehmer aus der Gebärdensprache für Hörende wiedergegeben werden.  Bitte bei Anmeldung angeben, wie viele hörende und wie viele nicht hörende Personen teilnehmen werden. Mitzubringen sind Rucksackverpflegung und besonders bei den warmen Temperaturen ausreichend Erfrischungsgetränke. Die Tour ist nicht für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen geeignet.


Hintergrund:

Die Wildkatze ist eine der seltensten Säugetierarten Deutschlands. Seit 1934 steht sie in Deutschland unter strengem Schutz. Die Wildkatze ist eine scheue Waldbewohnerin, die große unzerschnittene Waldgebiete besiedelt. Dabei bevorzugt sie lichte Wälder und Waldlichtungen mit viel Grasbewuchs, da sie dort viele Mäuse – ihre Hauptnahrungsquelle – erbeuten kann. Sie verschmäht aber auch Insekten, Eidechsen, Fische und kleine Vögel nicht. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Lebensraumes sind Baumhöhlen, in denen die Jungen bevorzugt aufgezogen werden. Als Tagesversteck dienen der Wildkatze Felshöhlen, verlassene Fuchs- und Dachsbaue oder trockene, nicht einsehbare Bodenmulden oder Wurzelteller.

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