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21.05.2013

Juwel im Fels

Exkursion zu den Pfingstnelkenfluren im Nationalpark

Bad Wildungen/Edertal-Bringhausen. Am Samstag, den 25. Mai, lädt Ranger Hermann Bieber alle Pflanzenliebhaber ein, ihn auf einer dreistündigen Wanderung in den Nationalpark zu begleiten. Höhepunkt dieser Tour sind die Steilhänge am Bloßenberg, an denen die seltene und stark bedrohte Pfingstnelke, die „Ururgrossmutter der Gartennelke“, zu finden ist. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Parkplatz Kirchweg in Edertal-Bringhausen. Teilnehmer denken bitte an geeignetes Schuhwerk. Keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
           
Neben der Pfingstnelke gibt es jedoch auch zahlreiche andere Vertreter der krautigen Pflanzen zu entdecken, beispielsweise die Astlose Graslilie. Ranger Hermann Bieber verrät den Teilnehmern gerne, wie sie den Braunen vom Nordischen Streifenfarn unterscheiden können. Was können aufmerksame Augen noch alles am scheinbar unwirtlichen Fels entdecken?

Die Tour steht ganz im Zeichen des Lebensraumes Fels. Tag und Nacht, zu allen Jahreszeiten ist er stets wechselnden Extremen ausgeliefert; großer Hitze im Sommer, Kälte und frostigen Winden im Winter. Mögliche Bewohner sind diesen Extremen ebenfalls ausgesetzt. Hinzu kommt, dass sie auf diesem steinigen Untergrund nur wenige Nährstoffe vorfinden. Die Pflanzen, die sich hier angesiedelt haben, sind beeindruckende Spezialisten am Fels.

Auf dem Rundwanderweg folgen die Wanderer ausgehend vom Wanderparkplatz Kirchweg der Bloßenbergroute und in Teilen dem Urwaldsteig. Am Eingang des Nationalparks können aufmerksame Beobachter einen besonderen Lebensraum entdecken, einen Magerrasen. Weiter geht es auf dem Urwaldsteig entlang der Märchenwiese und dem sogenannten Schweinewald, einem alten Eichenhutewald. Die Wanderer folgen dem Wieslohgraben und gelangen so hinab zum Edersee und in die Banfebucht. Begleitet werden sie dabei von einem kleinen Bach, der über bemooste Grauwackeblöcke ins Tal fließt. Den Teilnehmern eröffnen sich traumhafte Ausblicke. Das Blau des Edersees setzt einen Kontrast zu den zahlreichen Grüntönen des Blätterdachs, die grauen Felsen und die verschiedenen Pflanzenarten mit ihren Blüten setzen farbliche Akzente am Wegesrand; ein unvergessliches Naturerlebnis. Auf dem Rückweg passiert die Gruppe das Fischhaus Banfe und gelangt über einen steilen, aber gut begehbaren Pfad wieder zum Ausgangspunkt.

Die Teilnehmer dürfen gerne Bestimmungsbücher mitbringen. Ranger Hermann Bieber wird zeigen, dass der Umgang damit kein großes Geheimnis ist, und jeder mit ein bisschen Übung den Namen eines Farns, eines Mooses, einer Flechte oder eines „Krauts“ herausfinden kann.

Aufgrund der lang anhaltenden kalten Witterung in diesem Frühjahr ist die Vegetation jetzt noch nicht so weit entwickelt wie vergleichsweise in den Vorjahren. Mit viel Glück und weiteren Sonnenstunden, können die Wanderer die Pfingstnelke am kommenden Samstag jedoch bereits blühend betrachten.

Wer an diesem Termin verhindert ist, dem bietet sich auch auf dem Nationalpark-Fest am 2. Juni die Möglichkeit, vom Fischhaus Banfe aus an einer Pfingstnelkenführung teilzunehmen.


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