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26.03.2013

Preisübergabe „Freiwilligen in Parks“

Sechs Gewinner aus dem Nationalpark Kellerwald-Edersee

Im Rahmen des Freiwilligenprogramms „Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks“ verloste EUROPARC Deutschland attraktive Preise. An der Verlosung nahmen 130 Freiwillige teil. Sechs der Gewinner engagier(t)en sich im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

EUROPARC Deutschland vereint die deutschen Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate als Nationale Naturlandschaften unter einem Dach. Auch der Nationalpark Kellerwald-Edersee gehört zu dieser bundesweiten Familie. Als Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement im vergangenen Jahr verloste EUROPARC Deutschland Preise an die Beteiligten des Programms „Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks“. Sechs der Gewinner kommen aus der Kellerwald-Region und engagier(t)en sich im heimischen Buchennationalpark.

Die Gewinner heißen: Maximilian Leuffen, Daniel Dramsch, Ulrike Zeunert, Monika Kernbach, Iris-Dorn-Fehr und Iris Kamm.
Maximilian Leuffen und Daniel Dramsch besuchen beide die Kegelbergschule Frankenberg. Gemeinsam mit Ihrer Werkstufe besuchen Sie für ein halbes Jahr jeden Mittwoch den Nationalpark Kellerwald-Edersee, um die Ranger tatkräftig bei Ihrer Arbeit zu unterstützen.  So halfen sie bereits mit beim Abbau von Außengatter oder Einzelschützern, schnitten Wege frei oder entfernten Neophyten wie das Indische Springkraut.

Ulrike Zeunert, Monika Kernbach, Iris-Dorn-Fehr und Iris Kamm sind ehrenamtliche Nationalpark-Führerinnen und begleiten Nationalparkbesucher während einer Wanderung durch das Großschutzgebiet. Sie informieren über den Nationalpark Kellerwald-Edersee und seine Besonderheiten. Insgesamt gibt es derzeit 24 zertifizierten Natur- und LandschaftsfüherInnen, die die Nationalparkverwaltung bei Führungen oder Veranstaltungen wie dem jährlichen Nationalparkfest unterstützen. Jede(r) Nationalpark-FührerIn engagiert sich im Durchschnitt bei 10 Führungen pro Jahr.

Auf die Frage, welche Arbeiten ihm im Nationalpark am meisten Spaß machten, antwortete Maximilian Leuffen: “Alles“. Er könne sich auch vorstellen, nach der Schule einen Beruf zu wählen, bei dem er viel im Freien arbeite.

Personen von links:
1. Reihe: Tobias Schindhelm, Daniel Dramsch, Maximilian Leuffen, Marco Bonacker, Benjamin Filmer , Alexander Schumacher, Maik Klauke

2. Reihe: Mareike Schulze, Matthias Schlote, Iris-Dorn-Fehr, Gerald Tausch, Alexander Backhaus


Hintergrund:

Ehrensache Natur - Freiwillige in Parks                                                          

Die Ehrenamt-Initiative von EUROPARC Deutschland startete zunächst unter dem Namen „Freiwillige in Parks“ und wird seit 2010 unter dem neuen Namen „Ehrensache Natur“ fortgesetzt und ausgebaut. Vorbild für die Initiative ist das Programm „Volunteers in Parks“, das seit 1970 die Freiwilligenarbeit in US-amerikanischen Nationalparks organisiert. Träger und Koordinator ist EUROPARC Deutschland. Bei der Finanzierung werden die Parks seit 2003 durch Stiftungen, die Europäische Kommission sowie den Bund unterstützt. EUROPARC Deutschland stellt den Nationalen Naturlandschaften zwischen 2011 und 2013 aus den Geldern des Midori-Biodiversitäts-Preises, den Bundeskanzlerin Angela Merkel 2010 von der japanischen Umweltstiftung AEON für ihren Einsatz für den weltweiten Schutz von Arten und Lebensräumen erhielt und an „Ehrensache Natur“ weitergereicht hat, jährlich insgesamt 10.000 € zur Verfügung.

Die Freiwilligen helfen den hauptamtlichen Mitarbeitern der Schutzgebiete bei ihren zahlreichen Aufgaben. Gemeinsames Ziel ist, wertvolle Ökosysteme, Pflanzen und Tiere zu erhalten und über die Besonderheiten der jeweiligen Schutzgebiete zu informieren. „Ehrensache Natur“ richtet sich an Einzelpersonen oder Gruppen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Jährlich sind ca. 3.000 ehrenamtlich Engagierte in Naturschutz- und Umweltbildungsprojekten der Nationalen Naturlandschaften im Einsatz. „Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks“ feiert in 2013 sein 10jähriges Jubiläum.

Weitere Informationen unter www.freiwillige-in-parks.de.

Freiwillige Arbeitseinsätze im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Seit 2004 besuchen Schülerinnen und Schüler der Kegelbergschule Frankenberg, eine Einrichtung für Menschen mit verschiedensten Behinderungen, regelmäßig den Nationalpark und beteiligen sich an von Rangern betreuten Projekten. Jeden Mittwoch arbeitet eine Werkstufengruppe im Reich der urigen Buchen. In rund 30 Einsätze pro Jahr engagieren sie sich im einzigen hessischen Nationalpark.

In den letzten drei Schuljahren werden die SchülerInnen jeweils für ein halbes Jahr in Stufen eingeteilt, die sich mit verschiedenen Bereichen wie „Freizeit“, „Wohnen“  oder „Arbeiten“ beschäftigen. So können sie erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln, soziale Netze fördern und sich auf ein Leben nach der Schule vorbereiten.

Neben der Kegelbergschule Frankenberg kommen außerdem die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg und das Bergwaldprojekt regelmäßig in das Großschutzgebiet. In den vergangenen Jahren engagierten sich die Kooperationspartner durchschnittlich mit insgesamt 4.000 Stunden pro Jahr im Nationalpark.
2010 entstand die Idee, sich untereinander zu vernetzen und zusätzlich einen großen gemeinsamen Arbeitseinsatz durchzuführen. Dieser wurde erstmalig 2011 realisiert. Alle Beteiligten waren auf die Ergebnisse, die gute Zusammenarbeit und vor allem auf das große Engagement sehr stolz, so dass die sog. Integrative Waldwoche fortan in jedem Jahr durchgeführt werden wird.
Im Jahr 2010 legte der Förderverein für den Nationalpark Kellerwald-Edersee den Brückengrundsteig als Wildnispfad und Alternativstrecke zur Hagensteinroute an. In 2013 wird er das Nationalparkamt beim Vogelmonitoring unterstützen.

Managementmaßnahmen im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Auf über 90 Prozent der Fläche des einzigen Nationalparks Hessens  gilt das Motto „ Natur Natur sein“. Die Nationalparkverwaltung greift lediglich auf den verbleibenden Prozent noch ein. Triescher z. B. sind Dauerpflegeflächen, die als besondere Kulturlandschaft erhalten und für Besucher erlebbar bleiben sollen und noch mit Heidschnucken beweidet werden. Auf anderen Flächen, in den sog. Entwicklungszonen,  greift die Nationalparkverwaltung nur unterstützend ein, gibt sozusagen eine Initialzündung und lässt danach ohne weitere menschliche Eingriffe die dynamischen Entwicklungsprozesse zu.                


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