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16.01.2013

Vortrag & Forum im Nationalparkamt am 24.01.2013

Erfassung des Baummarders und weiterer Raubsäuger im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Am Donnerstag, den 24. Januar, startet wieder die stets im Winterhalbjahr durchgeführte Reihe „Vortrag und Forum“ im Nationalparkamt. Zum Auftakt referieren die beiden Diplom-Biologen Olaf Simon und Johannes Lang vom Institut für Tierökologie und Naturbildung in Laubach. Das Nationalparkamt lädt dazu herzlich in seinen Vortragssaal in Bad Wildungen, Laustraße 8, ein. Beginn des Vortrags ist 19:30 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei.


Raubsäuger sind auf Grund ihrer meist großräumigen Territorien und Streifgebiete schwer zu erfassen. Im Nationalpark Kellerwald-Edersee ist es erstmals für Hessen gelungen, ein standardisiertes Methodenkonzept zur Erfassung des Baummarders erfolgreich zu erproben.


Der Baummarder (Martes martes) ist eine Charakterart der Wald- und Wald-Heckenlandschaften. Ein hoher Zerschneidungsgrad der Landschaft und der Verlust zusammenhängender Lebensräume gefährdet die Art und schränkt ihre Verbreitung ein. Trotz mangelnder Kenntnisse über tatsächliche Bestandsdichten gilt der Baummarder in Deutschland als weit verbreitet. In den Jahren 2011 und 2012 erfolgte im Nationalpark Kellerwald-Edersee erstmals für Hessen eine systematische Erfassung mit Fotofallen an Lockstöcken. Johannes Lang und Olaf Simon fassen in ihrem anschaulichen Vortrag die Ergebnisse aus den beiden Untersuchungsjahren zusammen und geben praktische Empfehlungen für das hessenweite FFH-Monitoring zur Erfassung des Baummarders. Vor allem aber zeigen sie den Zuhörern spannende Einblicke in die meist verborgene Welt der Wildtiere im Nationalpark.



Hintergrund zu den Referenten:


Olaf Simon hat in Frankfurt und Gießen Biologie studiert und forscht seither schwerpunktmäßig an Säugetieren in Deutschland, einen Schwerpunkt dabei bildet die Wildkatze in Hessen; ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Rotwildmanagement in Deutschland.


Erste Arbeiten im Nationalpark Kellerwald-Edersee ab 1990 im damaligen Waldschutzgebiet über die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Wildbiologie an der Universität Gießen.

  • 1992 Einrichtung des Weiserflächenmonitorings, Beginn des Schalenwild-Monitorings im Waldschutzgebiet
  • ab 2000 Fledermaus-Monitoring gemeinsam mit Markus Dietz im Waldschutzgebiet
  • ab 2005 Erfassung der Rot- und Damhirschbestände mithilfe der Scheinwerferzählung
  • ab 2005 Fortführung und Ausweitung des Weiserflächen-Monitorings im Nationalpark
  • ab 2006 Wildkatzenmonitoring durch Baldrian-Köderstöcke im Nationalpark und umliegenden Waldgebieten in Zusammenarbeit mit den umliegenden Forstämtern und der BUND Kreisgruppe Waldeck-Frankenberg
  • ab 2009 Störzonenkonzeption für den Nationalpark gemeinsam mit Markus Dietz
  • 2011 und 2012 Baummarder Monitoring im Nationalpark gemeinsam mit Johannes Lang.

Johannes Lang hat in Gießen Biologie studiert und forscht seither schwerpunktmäßig an Säugetieren. Im Fokus stehen dabei in den letzten Jahren Haselmäuse, Feldhasen und Raubsäuger. Besonders interessieren ihn Räuber-Beute Beziehungen, die er unter anderem im größten Nationalpark der Welt in Nordost-Grönland erforscht.

  • In deutschen Nationalparken beschäftigt er sich unter anderem mit der Erfassung von Huftieren und Raubsäugern.
  • Im Nationalpark Eifel untersucht er das Verhalten von Jagdhunden sowie die Effizienz von Wildtier-Management-Maßnahmen.
  • Im Nationalpark Kellerwald-Edersee hat er außerdem GPS-Kurse für die Ranger durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.tieroekologie.com


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