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13.11.2012

Nationalpark Kellerwald-Edersee lud zum 7. Wildbuffet ein

Das diesjährige Wildbuffet des Nationalparks Kellerwald-Edersee fand am Freitag, den 9. November, erneut im MARITIM-Badehotel statt.

Mittlerweile hat es sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis entwickelt, bei dem alle Partner, Freunde und Förderer des Nationalparks exklusive Wildgerichte und exzellente Speisen im gemütlichen Ambiente genießen können.
167 Gäste aus nah und fern (z.B. Schottland) nahmen am Wildbuffet teil.

Der Abend wurde von der Nationalparkverwaltung in Kooperation mit dem Förderverein für den Nationalpark Kellerwald e.V. und dem Maritim-Badehotel gestaltet. Die Volkshochschule Bad Wildungen unterstützte den musikalischen Beitrag durch eine Spende von 200 €.

Das diesjährige Programm war anders als in den vergangenen Jahren gestaltet. Es überraschte die Gäste, da nicht wie gewohnt ein Rückblick über die Arbeit des Nationalparkamts und des Fördervereins auf das sich zu Ende neigende, erfolgreiche Jahr 2012 erfolgte.
Vielmehr boten namhafte Künstler unter dem Motto „Hin und weg – zwischen Heimweh und Reisefieber“ eine abwechslungsreiche Mischung ihres Könnens. Pianist Edgar Knecht beeindruckte durch seine Jazz-Interpretationen bekannter Volkslieder. Die leisen, zuweilen aber auch kräftigen Töne, begeisterten auch die Gäste, die dem Jazz sonst skeptisch gegenüber stehen. Der Kabarettist Bernd Gieseking begleitete den geselligen Abend u.a. mit seinem ironischen und sehr amüsanten Reisebericht über Finnland. Er schlug gelungene Bögen zur Ausweisung des Nationalparks Kellerwald-Edersee, zur Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbestätte und sogar zum Boggel, einem Mischwesen aus Pflanze und halb Tier, das als heimlicher Bewohner im Nationalpark lebt.

Das Motto und das Thema Weltnaturerbe spiegelten sich auch bei der Tischdekoration wieder. Auf jedem Tisch repräsentierte eine Tierart  eine UNESCO-Weltnaturerbestätte. Insgesamt waren Welterbestätten aus allen Kontinenten inklusive der Antarktis vertreten. Eine handbeschriebene Motivpostkarte erläuterte die Besonderheit des jeweils dargestellten Weltnaturerbes und lud so die Tischnachbarn zum gemeinsamen Austausch über Natur und Reisen ein.

Nationalparkleiter Manfred Bauer nutzte in seiner Rede die Gelegenheit, seinen Mitarbeitern offiziell für ihr ausdauerndes Engagement auch im Jahr 2012 zu danken: „Die Arbeit – ob große, ob kleine Dinge - wird von Menschen gemacht und hier ist der richtige Moment zu sagen, dass ein Nationalparkamt ohne das Engagement vieler qualifizierter Mitarbeiter nicht viel erreichen könnte. Auch wenn es heute nur ein Teil hören kann: herzlichen Dank Allen für die gute Arbeit!“ Außerdem freute er sich, für diesen Abend zwei profilierte Künstler gewonnen haben zu können.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Frau Dr. Gitta Langer, bedankte sich bei allen Gästen für Ihr Kommen und ihre Unterstützung für den Nationalpark. Gleichzeitig forderte sie auf, den Nationalpark z. B. als Fördervereinsmitglied, tatkräftig oder finanziell weiter zu unterstützen. „Das Wildbuffet gibt den Freunden, Förderern und Mitarbeitern des Nationalparks die Möglichkeit sich in einem entspannten, geselligen und festlichen Rahmen persönlich auszutauschen“, so Langer.

Wer sich den Termin für das kommende Jahr bereits jetzt vormerken möchte: das 8. Wildbuffet findet am Freitag, den 15. November 2013, erneut im MARITIM Badehotel statt.

Hintergrund Weltnaturerbe

Durch die UNESCO-Welterbekonvention aus dem Jahr 1972 sollen Teile des Kultur- und Naturerbes der Welt als Erbe der gesamten Menschheit erhalten werden. Entscheidende Auswahlkriterien hierfür sind die Einzigartigkeit, die Unversehrtheit und der nationale Schutzstatus. In Deutschland wurden bisher erst drei Stätten als Weltnaturerbe ausgezeichnet, die Fossilienfundstätte Grube Messel, das Wattenmeer und die Alten Buchenwälder Deutschlands als transnationales UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Zu den Alten Buchenwälder Deutschlands gehören ausgewählte Bereiche aus fünf Schutzgebieten in vier Bundesländern. Neben dem hessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee sind die Nationalparks Jasmund und Müritz (beide in Mecklenburg-Vorpommern), der Nationalpark Hainich (in Thüringen) und das UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg)  dabei. Seit Juni 2011 bilden die deutschen Gebiete gemeinsam mit zehn Gebieten in der Slowakei und der Ukraine, die bereits 2007 als Weltnaturerbe ausgewiesen wurden, das transnationale UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“.
Nähere Informationen unter  www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de

Hintergrund Förderverein für den Nationalpark Kellerwald-Edersee e.V


Der Förderverein für den Nationalpark Kellerwald-Edersee e.V hat sich in den zwanzig Jahren seines Bestehens zielgerichtet in Naturschutzfragen und Regionalentwicklung in der Kellerwaldregion eingebracht und damit einen wesentlichen Beitrag zur Einrichtung des Natur- und Nationalparks sowie zum Schutz dieses für Westeuropa einmaligen Naturerbes geleistet. Der Förderverein unterstützt die Nationalparkverwaltung in ihren vielfältigen Aufgaben sowohl in den Bereichen Naturschutz und Forschung als auch in der Wildnisbildung und Öffentlichkeitsarbeit.
Nähere Informationen unter www.foerderverein-nationalpark-kellerwald.de


Hintergrund Boggel

Der Boggel, ein urtümliches Mischwesen, teils Pflanze – teils Tier, lebt als heimlicher Bewohner im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Die Boggelfigur wird seit April 2008 als Informations- und Sympathieträer in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks und seiner Einrichtungen eingesetzt.


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