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Natur verstehen
Boggel


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Entstehung

Zum Wald bestimmt

Alles begann vor 300 Millionen Jahren, als graue Sand- und Tonablagerungen eines Meeres durch Bewegungen der Erdkruste gepresst und zu Grauwacke und Tonschiefer verfestigt, schließlich gefaltet und zu einem Gebirge aufgetürmt wurden. Stetig nagen Eis, Wind und Wasser an den Gesteinen. Bäche und Flüsse graben sich tiefer und tiefer. Eine eigenwillige Landschaft mit Höhenzügen, zergliedert durch Täler und tiefe Schluchten ist entstanden - eine Entwicklung ohne Ende. Die Böden sind überwiegend flachgründig und nährstoffarm und für die Landwirtschaft eher ungeeignet. Steile Hänge und Kuppen sind mit Steinen und Blöcken übersät. Ein ständiges Auf und Ab mit über 50 Bergkuppen prägt die Landschaft. Die höchsten Erhebungen bilden „Traddelkopf“ (626 m) und „Dicker Kopf“ (604 m).


Mit dem Ende der letzten Eiszeit begann die flächendeckende Wiederbewaldung Mittel- und Westeuropas. Buchen gelangten vor etwa 7.000 Jahren in den Kellerwald. Landschaftsprägend wurden sie allerdings erst während der Bronze- und Eisenzeit vor etwa 3.000 Jahren.


Urwaldartige Linden-Schluchtwälder und krüppelige Eichenwälder gelten heute als Zeugen der nacheiszeitlichen Waldentwicklung. Quellen, Blockhalden und Felsen sind seit der letzten Eiszeit weitgehend unbeeinflusst.