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Geschichte

Vom Jagdrevier zum Nationalpark

Erst seit der Frankenzeit (600 bis 800 n.Chr.) sind im heutigen Nationalpark kontinuierliche Siedlungen nachweisbar. Die Rodungen drangen bis in die höchsten Lagen vor. Die Buchenwaldwildnis wurde zurückgedrängt.


Das raue Klima, Einflüsse von Krieg und Pest haben immer wieder zur Aufgabe von Siedlungen geführt. Die wenigen verbliebenen Spuren der Siedlungsphase sind die so genannten „Driescher“. Es sind ehemalige Rodungsfluren, die nach dem Wüstfallen als Hutungen weiter genutzt und ab dem frühen 19. Jahrhundert größtenteils mit Fichten aufgeforstet wurden.


Im östlichen, später zum Fürstentum Waldeck zählenden Teil des Gebietes, wurde seit dem 18. Jahrhundert gejagt. Als den Bauern die Wildschäden auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen zu groß wurden, ließ das Waldecker Fürstenhaus im Jahr 1896 einen Gatterzaun errichten, der heute nach und nach rückgebaut wird. Später wurden erfolgreich Dam- und Muffelwild angesiedelt. 1934 wurden Überlegungen zur Ausweisung eines „Reichsnaturschutzgebiets“ angestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebiet Hessische Staatsjagd und ab 1963 „Wildschutzgebiet“.

1990 wurde die Zweckbestimmung auf „Waldschutzgebiet“ geändert. Acht Jahre später wurde das Gebiet nach europäischen Naturschutzrecht für das ökologische Netzwerk Natura 2000 gemeldet.


Am 1. Januar 2004 wurden die Buchenwälder südlich des Edersees als Nationalpark ausgewiesen.