Nationalpark Kellerwald-Edersee

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Forschung im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Wissenschaftliche Forschung und Dokumentation gehören zu den wichtigen Aufgaben in Nationalparken. Getreu dem Motto „Natur Natur sein lassen“ steht die Beobachtung großflächiger natürlicher Abläufe ohne menschliche Nutzungen im Mittelpunkt. Kernthema im Nationalpark Kellerwald-Edersee ist dabei die Erforschung des bodensauren Buchenwaldes als das für Mitteleuropa typische Naturerbe.

Durch Langzeitbeobachtungen bietet sich die Möglichkeit waldökologische Erkenntnisse zu erweitern und natürliche Prozessabläufe besser zu verstehen. Fragestellungen zur Pflanzen- und Tierwelt oder Biotopstruktur von Wäldern sind dabei ebenso bedeutend wie Untersuchungen zu ökologischen Gesetzmäßigkeiten, Stoff- und Wasserhaushalt oder zum pädagogischen Wert von unterbewirtschafteten Waldökosystemen.


Folglich gliedert sich die wissenschaftliche Arbeit in vier Forschungsbereiche:
  1. Erfassung der natürlichen Grundlagen, Arten- und Biotopausstattung (Inventarisierung)
  2. Dauerhafte Beobachtung des Ökosystems, der natürlichen Waldentwicklung und der Lebensgemeinschaften (Monitoring)
  3. Spezielle naturwissenschaftliche Fragestellungen und Projekte (Spezialforschung)
  4. Gesellschaftliche Bedeutung des Nationalparks, Besucherverhalten und Tourismus-Fragen (Sozio-ökonomische Forschung)
Weitere Arbeitsfelder verkörpern das technische Datenmanagement, die Kooperation mit anderen Nationalparken und Forschungsinstituten sowie der Wissenstransfer.

Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der wissenschaftlich tätigen Kräfte aus Landesstellen, Universitäten, Forschungsinstituten und Ehrenamt bleibt dabei erklärtes Prinzip (Forschungsverbund).

Aktuell

Wichtige Themenfelder und Projekte der Forschung im Nationalpark Kellerwald-Edersee:
  • Flächendeckende Biotop- und FFH-Kartierung (Maßstab 1:5000)
  • Einrichtung eines Rasters von Dauerbeobachtungspunkten (Permanente Stichproben-Inventur / PSI)
  • Dauer-Messstation forstliches Umweltmonitoring (Level II)
  • Aufbau von Geografischem Informationssystem und Datenbanken
  • Fledermaus-Forschung (Telemetrie, Habitatnutzung und Verhalten)
  • Xylobionten-Forschung (Holzkäfer, Pilze, Hautflügler u.a.)
  • Quellen- und Fließgewässer-Forschung
  • Avifaunistisches Monitoring (Vogelgemeinschaften und Waldstruktur)
  • Fortsetzung der Inventarisierung von Fauna und Flora
  • Diverse Diplom- und Doktorarbeiten u.ä.
Level II Dauerbeobachtungsfläche Level II Dauerbeobachtungsfläche